23. Mai 2012

Eurovision Flop Container

Seit gestern läuft er wieder: Der Eurovision Song Contest. Diesmal findet er in Baku (Aserbaidschan) statt.

Das erste Halbfinale hat mal wieder gezeigt: Eigentlich ist die Veranstaltung ein einziger Flop-Container. Und die Trailer zeigen, dass man auf die guten Songs bis zur Finalsendung am Samstag warten muss, denn diese werden von den «grossen Fünf» geliefert: Italien, Spanien, Frankreich, Grossbritannien und Deutschland.

Und bisher sieht es ganz so aus, dass der deutsche Roman Lob das beste Lied im Wettbewerb singt.

17. Mai 2012

Wege zur Himmelfahrt

Es ist ein Feiertag. Es ist Christi-Himmelfahrt. Es ist ein Feiertags-Fernsehprogramm angesagt. Eigentlich. Aber das ZDF zeigt um 16.15 Uhr eine weitere Folge von «Wege zum Glück – Spuren im Sand». Wie an einem normalen Donnerstag.

Kann man denn nicht mal an einem Feiertag durchgehend ein Feiertagsprogramm programmieren?!

14. Mai 2012

Bayerisches Fernsehen ade

Am 23. Mai 2012 ist es also mal wieder soweit: Im analogen Kabelnetz von UPC Cablecom verschwindet mal wieder ein guter, alter, öffentlich-rechtlicher Sender: Aufgrund einer rechtlichen Bestimmung muss das Bayerische Fernsehen dem Jugendsender Joiz weichen.

Fraglich ist, ob dies tatsächlich rechtens ist: Es wurde doch einst festgesetzt, dass die öffentlich-rechtlichen Programme der Nachbarländer nicht aus dem analogen Kabelnetz verbannt werden dürfen. Dies würde doch auch für das Fernsehen des deutschen Bundeslandes Bayern, das auch an die Schweiz grenzt, gelten.

8. April 2012

Deutschland sucht den Superjuror

Ich wünsche, dass es ab dem nächsten Jahr Änderungen bei «Deutschland sucht den Superstar» gibt: 7 Juroren!

Bisher ist es so, dass drei Juroren zuerst in den Castings die Kandidaten für die jeweiligen Stufen von DSDS aussuchen und in den Live-Shows ihren Kommentar zu den Auftritten der Kandidaten abgeben.

Diese Kommentare sind nicht immer wirklich qualifiziert. Manchmal sind sie nichtssagend, vernichtend, hochjubelnd, fies, daneben. Mindestens einmal wurde sogar während eines Auftritts eines Kandidaten der Saal verlassen. Die Jury-Beurteilungen sind manchmal recht fragwürdig. Diese drei Menschen dürfen sich anscheinend alles erlauben, ohne Konsequenzen.

Nicht so die Kandidaten.

In jeder Show wird einer durch die Zuschauer aus dem Wettbewerb gewählt.

Warum nicht die Juroren? Ich bin dafür, dass die Zuschauer künftig auch über die Juroren ein Urteil fällen können. Dafür braucht es natürlich mehr als drei. In jeder Sendung, in der ein Kandidat gehen muss, muss auch ein Juror seinen Abschied nehmen.

Vielleicht würde dadurch endlich das Niveau der Jury-Beurteilungen gesteigert!

Deutschland sucht den Superstar – und den Superjuror gleich mit!

5. April 2012

Carfreitag

2012. Und es ist wieder soweit: das Osterwochenende ist da. Und viele Menschen glauben, der Freitag heisse CARfreitag. Dabei hat das mit dem Auto oder einem Bus gar nichts zu tun – auch wenn die Benzinpreise in diesen Tagen üblich in die Höhe schiessen.

Es ist ein Feiertag am Freitag und heisst KARfreitag.

Kartoffelfreitag?

18. März 2012

Schlag den Raab bis um 2 Uhr

Das war ja mal wieder eine tolle «Schlag den Raab»-Sendung gestern Abend! Und die längste auch noch. Vielen Dank!

Bei dieser Sendung zeigt es sich immer wieder: Die Auftritte von Musikern sind völlig fehl am Platze. Nicht nur, weil sie den Sendeablauf stören und überhaupt nicht ins Konzept passen. Dadurch, dass es schon so viele Werbeunterbrechungen gibt, wirken die Musikunterbrechungen doppelt störend – auch, weil dann immer auch noch für ein Album geworben der Interpreten geworben wird.

Und noch etwas hat sich zum wiederholten Male gezeigt: Es hat keinen Sinn, Frauen als Kandidaten einzuladen. Das Publikum will nicht, dass Stefan Raab gegen eine Frau antreten muss. Richtig so!

Man müsste halt eine Frauen-Ausgabe der Sendung kreieren. Es müsste ja nicht in jeder Sendung gegen dieselbe Frau angetreten werden. Wie bei der Version «Schlag den Star». Nur wird es das wohl nie geben. Schon wegen des vermeintlichen Sendungstitels:

«Hau die Frau»

17. März 2012

Gottschalks Sendung wird umgebaut

Thomas Gottschalk versucht sich mit seiner neuen Sendung «Gottschalk live»  seit dem 23. Januar 2012 im Vorabendprogramm der ARD zu etablieren. Mit geringem Erfolg. Die Einschaltquoten sinken ständig; schnell fiel man unter die diejenigen Werte die das Vorgängerformat, «Das Duell im Ersten» (moderiert von Florian Weber), gebracht hatte.

Nach acht Sendewochen nun soll das Format umgebaut werden. Die erste Neuerung wird bereits ab kommenden Montag zu sehen sein: Studiopublikum. Genau auf dieses hatte man ursprünglich bewusst verzichtet.

Thomas Gottschalk stellt seinen Gästen  durchwegs lange Fragen. Das hat er bereits bei «Wetten, dass…?» schon gemacht, was dort allerdings nicht so sehr störte, weil es eine lange Sendung war. Nun hat der Mann aber grade mal 30 Minuten Sendezeit – wobei eben gerade das auch nicht stimmt: Zweimal wird die Sendung durch Werbung/Wetter unterbrochen (die kurze Rückkehr nach der Wettersendung wäre allerdings wirklich nicht nötig – sie dient lediglich der Verabschiedung). Gottschalk hat also eine tatsächliche Sendezeit von plus-minus 24 Minuten – so viel Zeit brauchte er am Samstagabend, um warmzulaufen. 24 Minuten sind für Thomas Gottschalk zu kurz. Da kann der Quassler gar nicht alles unterbringen, was ihm auf der Zunge brennt, er kommt in Notstand, wenn er seine lang formulierten Fragen stellt, mag gar nicht recht zuhören, weil er ständig auf die Zeit achten muss.

Mit einem Umbau der Sendung wird das alles nicht besser – mit Studiopublikum schon gar nicht. Es geht auch noch Zeit für den Applaus verloren.

Die ARD will mit ihrem Vorabendprogramm ein junges Publikum ansprechen – und schickt eine Blabla-Sendung mit einem 61-jährigen Moderator auf den Sender. Damit kann man kein junges Publikum vor den Fernseher locken.

«Gottschalk live» könnte sehr gut sein – wenn die Sendung mindestens 90 Minuten lang wäre, nur einmal pro Woche und um 20.15 Uhr laufen und nicht durch Werbung unterbrochen würde.

Denn niemand will sehen, wie der Mann, der über 20 Jahre Europas erfolgreichste Samstagabend-Show präsentierte, die Werbung ansagt.

15. März 2012

Fernsehberichterstattung zur Schweiz

Quizfrage: Welches Land ist seit ein paar Jahren der Deutschen liebstes Auswanderungsziel? Richtig: die Schweiz!

Immer mehr Deutsche leben hier.

Hat die Berichterstattung in Deutschland über die Schweiz in dieser Zeit zugenommen? Nein. Es wird nach wie vor praktisch nicht aus und über die Schweiz berichtet bei ARD und ZDF sowie anderen Sendern.

Ausser heute.

Soeben bei «heute nacht» im ZDF: In einem Tunnel in Siders im Kanton Wallis ist ein Bus schwer verunfallt. Es sind 28 Menschen gestorben. Der Bus war auf dem Weg nach Belgien.

Wäre so ein Bus-Unfall auch ein Thema in den deutschen Medien gewesen, wenn das Ziel in der Schweiz gewesen wäre?

Die Schweiz liegt mitten in Europa, ist Nachbar Deutschlands. Und trotzdem erfahren die deutschen Zuschauer um einiges mehr über Länder, die wesentlich weiter weg sind.

Man könnte meinen, die Schweiz sei eines der Länder, die sich völlig abschotten; das Internet beschränke und keine Informationen rausgebe sowie niemanden ins Land rein oder hinaus lasse.

Dem ist nun wirklich nicht so. Die deutschen Medien interessieren sich einfach nicht für das Land, in welchem mittlerweile über 50’000 Deutsche leben und das die deutsche Exklave Büsingen umgibt.

Ausser, wenn ein Bus verunfallt und es Tote gibt.

Bedenklich!

10. März 2012

Big Win von Coop Supercard

Coop führt derzeit für Supercard-Besitzer ein Gewinnspiel durch: Wer für mindestens CHF 20 einkauft, erhält ein «Big Win»-Los. Es gibt Sachpreise zu gewinnen. Der Hauptpreis: «Für CHF 1 Million gratis einkaufen».

Die Teilnahmebedingungen sind auf dem Los mit «Spielregeln» betitelt und nicht vollständig abgedruckt. Den vollständigen Text kann man unter www.supercard.ch lesen. Ziemlich weit unten wird den Teilnehmern (daher die Kleinschreibung bei den Worten «sie» und «ihr») folgendes mitgeteilt:

Für den Fall eines Gewinns erklären sie sich ausdrücklich damit einverstanden, dass ihr Name und ihr Gewinn in der Coopzeitung genannt und ein Bild von ihnen in der Coopzeitung abgedruckt werden kann.

Falls man etwas gewinnt wird also nicht nur der Name in der Coopzeitung veröffentlicht, man muss sich auch noch fotografieren lassen. Das wird öfter in Wettbewerben verlangt. Aber es wird nie erklärt, warum das so ist. Was haben Wettbewerbsveranstalter davon, dass sie Bilder von Gewinnern veröffentlichen dürfen?

Warum werden die Veranstalten von Gewinnspielen nicht verpflichtet, verpflichtet, in den Teilnahmebedingungen reinzuschreiben, wozu sie die Veröffentlichung von Namen und Fotografien von Gewinnern verlangen?

25. Februar 2012

SF: Neue Designs für Newssendungen

Heute wurden die neuen Vorspänne für die Sendungen «SF Börse», «Tagesschau» und «10 vor 10» des Schweizer Fernsehens vorgestellt.

Abgesehen davon, dass man den Eindruck nicht los wird, man habe alle Varianten auf anderen Sendern schon mal gesehen, und vor allem die Vorspänne von «10 vor 10» als auch von «SF Börse» sehr unruhig und nervös wirken, sind sie einfach nur SCHRECKLICH!

23. Februar 2012

RTL Nitro

Am 1. April 2012 startet die RTL Group Deutschland einen neuen, frei empfangbaren Fernsehsender: «RTL Nitro». Nicht nur vom Namen her, sondern auch was das Programm angeht, scheint es sich um einen Angriff auf den öffentlich-rechtlichen Digitalsender ZDFneo zu handeln.

15. Februar 2012

Markus Lanz

Heute ist in so manchem Medien-Artikel zu lesen, dass Markus Lanz wohl «Wetten, dass…?» übernehmen wird.

Wer übernimmt «Markus Lanz» und «Lanz kocht», wenn Markus Lanz tatsächlich der neue Moderator der grossen Samstagsshow wird?

12. Februar 2012

Und damit herzlich willkommen

«Und damit herzlich willkommen bei Galileo». «Und damit herzlich willkommen bei Taff». «Und damit herzlich willkommen bei Brisant». «Und damit herzlich willkommen bei der Heute-Sendung».

Immer wieder «Und damit» bei der Begrüssung in Fernsehsendungen. Es ist so langweilig! Es ist so unnötig! Aber mittlerweile gibt es praktisch keinen Sendungsbeginn mehr, ohne dieses blödsinnige «und damit». Kann mal bitte einer den Fernsehmoderatoren sagen, dass es durchaus reicht, «Herzlich willkommen» zu sagen, ohne dieses lästige «und damit» davor?!

Schafft endlich dieses «und damit» ab!

Erdbeben mit Epizentrum Zug

Am Samstag, 11. Februar 2012, hat sich um 23.45 Uhr ein Erdbeben mit der Stärke 4,2 mit Epizentrum in der Nähe von Zug ereignet.

Bereits kurz nach dem Ereignis konnte man sich auf «20 Minuten online» über das Geschehene informieren, da die Redaktion seither laufend neue Meldungen und Leser-Kommentare veröffentlichen. Dazu einen ganz herzlichen Dank an Redaktor Ralf Meile und seine Redaktionskollegen.

Viele Leser schreiben, dass sie vor dem Erdbeben einen lauten Knall gehört hätten und dachten zuerst an eine Explosion. Mir ging es genauso. Gleich nach dem Knall erfolgte ein regelrechtes Anrollen des Durchgerütteltwerdens – danach war Ruhe.

Mittlerweile ist es nach 01.30 Uhr, und noch immer stellt die Redaktion von www.20min.ch neue Lesermeldungen ins Netz. Nochmals vielen Dank für diese grossartige Informationsleistung!

4. Februar 2012

Die Goldene Kamera und ihr Moderator

Und wieder einmal ist es vorbei: Die Verleihung der «Goldenen Kamera». Live wurde sie übertragen. Heute Abend im ZDF. Moderiert von Hape Kerkeling. Dieser bewies einmal mehr: Als Moderator taugt er nicht. Er hat keine Persönlichkeit, keine Stimme.

Als Komödiant mag er gut sein. Auch in seinen verschiedenen Rollen wie zum Beispiel Horst Schlämmer.

Aber wenn er solche Sendungen moderiert, ist er nicht Komödiant, nicht Horst Schlämmer. Da hat Kerkeling die Rolle des Moderators, des Präsentierers. Und das beherrscht er nicht.

Zu leise ist er. Zu sehr Hape Kerkeling, der als sich selbst auf der Bühne stehen muss.

Das der Appell an alle Fernsehsender und andere, die daran denken, Hape Kerkeling als Moderator zu verpflichten: Lasst es bleiben. Lasst Hape Kerkeling das sein, was er kann: Komödiant sein.

Aber lasst ihn nie wieder moderieren.

25. Januar 2012

Beim ZDF nie, im Ersten schon

In seiner neuen Sendung «Gottschalk Live» ist Thomas Gottschalk zu dem geworden, was ihm das ZDF nie angetan hat. Die ARD hat ihn zum Ansager der Werbeblöcke gemacht.

24. Januar 2012

Gottschalk Live

«Gottschalk Live» ist da. Seit Montag, 23. Januar 2012. Montags bis donnerstags. Um 19.20 Uhr. Mehrmals unterbrochen durch Werbung und Wetter. Und eigentlich ist es wurscht, ob es live ist oder nicht. Jedenfalls ist es eine Menge Blabla. Gottschalk erzählte als erstes, dass die Zuschauer ihn seit 35 Jahren ins ihr Wohnzimmer lassen. Und nun lasse er die Zuschauer in sein Wohnzimmer rein. Nur: das ist nicht das erste Mal. Das hat er schon mal gemacht und gesagt. Damals lief die Sendung auch bei einem Sender mit einer Eins: SAT.1 wars. Und die Sendung hiess «Gottschalk’s Hausparty».

Nun hat man ihn also zum ersten Mal eine knappe halbe Stunde lang im Ersten quatschen gesehen. Und man hat die Bitte: Thommy, mach wieder Samstagabend-Shows! Täglich live um 19.20 Uhr kurz quatschen und unterbrochen werden ist nichts für Dich!

17. Januar 2012

Jetzt ist es mal umgekehrt

Sonst ist es eigentlich immer so, dass Coop der Migros etwas nachmacht, wie zum Beispiel bei der Tiefpreislinie «M-Budget». Hier hat Coop danach «Prix Garantie» eingeführt. Weitere Beispiele sind bekannt, müssen nicht aufgeführt werden.

Jetzt ist es umgekehrt: Coop lancierte 2010 den «Hello Family Club» mit speziellen Angeboten für Familien. Teilnehmen kann, wer eine Supercard besitzt. Und nun, 2012, startet Migros ebenfalls so einen Familien-Klub: «Famigros».

Ach wie schön, dass sich die beiden orangen Grossverteiler immer alles nachmachen!

Wie so oft richten sich beide Klubs an Familien – sagt ja auch schon der Name. Wann endlich wird auch mal etwas für die Singles geboten?!

10. Januar 2012

Bitte rufen Sie mich an

Immer wieder kriegt man von Firmen oder auch Ämtern E-Mails mit diesem Inhalt: «Ich konnte Sie telefonisch nicht erreichen. Bitte rufen Sie mich an.» An all die Menschen, die so gerne solche E-Mails versenden: Es ist durchaus richtig, dass Sie sich per E-Mail melden, wenn Sie den Ansprechpartner telefonisch nicht erreichen. Es wäre aber sehr wünschenswert, wenn Sie auch dazuschreiben würden, worum es eigentlich geht! Möglicherweise lässt sich das Problem nämlich auch per E-Mail lösen!

Wenn man eine Anfrage per Kontaktformular auf einer Internetseite abschickt, möchte man wohl auch eine Antwort per E-Mail erhalten. Aber auch hier bekommt man meist nur als Antwort: «Bitte rufen Sie mich an». Warum richten Firmen Kontaktformulare auf ihren Internetseiten ein oder geben E-Mail-Adressen an, wenn man doch nicht darüber kommunizieren will? Schreibt doch gleich hin: «Wir möchten keinen elektronischen Kontakt mit Ihnen! Telefonieren Sie mit uns!»

8. Januar 2012

2011: Vielen Dank!

Auch wenn das neue Jahr nun bereits den siebten Tag begonnen hat, möchte ich es nicht versäumen, mich bei all jenen Leuten und Firmen zu bedanken, die es 2011 für absolut unnötig hielten, auf E-Mails zu reagieren.