25. Mai 2010

Oslo: EuroKreisch

Nachdem nun der erste Halbfinal vom Eurovisions-Gesangs-Wettbewerb aus Oslo vorbei ist, kann man feststellen:

Den Teilnehmern sollte künftig dringend gesagt werden, dass die Veranstaltung den Namen «Eurovision SONG Contest» und nicht «Eurovision SCREAM Contest» trägt.

24. Mai 2010

«Sommer-Wetten-dass…?» 2010

Gut war sie, die neueste Ausgabe von «Sommer-Wetten-dass…?» vom vergangenen Samstag. Eigenartigerweise sind die Mallorca-Sendungen immer besser als die Saalsendungen aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Offenbar, weil man es unter dem spanischen freien Himmel um einiges lockerer nimmt.

Leider hat der Regisseur noch immer nicht begriffen, dass die Zuschauer zu Hause nicht Zugriff auf alle Kameras in der Arena haben und so darauf angewiesen sind, welche Kamera er gerade auf den Sender freigibt. Anscheinend guckt sich der Regisseur der Sendung extrem gerne das Publikum an. Nicht anders ist es zu erklären, dass man sich zu Hause andauernd klatschende, johlende und lachende Menschen ansehen musste, obwohl doch eigentlich auf der Bühne eine Wette durchgeführt wurde. Man setzt sich schliesslich zu Hause vor den Fernsehen um die Wetten zu sehen und nicht das Publikum.

Die Sendung heisst ja schliesslich «Wetten, dass…?» und nicht «Publikum klatscht…!».

Liebes ZDF, kannst Du das bitte Deinen Regisseuren endlich beibringen?!

20. Mai 2010

Europa sucht den Supersong

Es ist wieder mal Ende Mai und damit wieder soweit: Europa sucht den Supersong – wie seit 1956 jedes Jahr mittels des Wettbewerbs «Eurovision Song Contest». Dieses Jahr geht für Deutschland Lena Meyer-Landrut mit ihrem Titel «Satellite» an den Start. Ein Lied, das mittlerweile hinlänglich bekannt ist: Keine Fernsehunterhaltungssendung, in der die Sängerin nicht schon dieses Lied gesungen hätte. Und auch im Radio wird es wohl dauernd gespielt. In der Finalsendung des Song Contest also nichts Neues mehr. Schon x-mal gesehen. Wer also sollte für Lena anrufen? Die Auslanddeutschen? Die dürften das Lied auch schon total satt haben. Also wird wohl für einen anderen Song angerufen.

Und dann fragt man sich in Deutschland immer, warum man den Wettbewerb nicht gewinnt.

Vielleicht sollte man sich nach der nationalen Entscheidung wieder mehr zurückziehen und nicht mit dem teilnehmendem Lied überall auftreten bis es die Leute total satt haben. Es hat ja keinen Sinn, wenn am Wettbewerbsabend nichts mehr eine Überraschung ist. Deshalb halten sich andere Länder ja auch zurück vor der Finalsendung.

17. Mai 2010

ARD und ZDF: Man kann es auch übertreiben!

Die Sportmeldung des Tages: Michael Ballack kann an der Fussball-WM in Südafrika gesundheitsbedingt nicht teilnehmen.

Aha. Gut, verstanden. Abgehakt.

Denkste! ARD und ZDF machen eine Staatsaffäre draus und senden Spezialsendungen: «ZDF spezial» um 19.20 im ZDF und «Sportschau extra» um 20.15 Uhr in der ARD – beide unter dem Titel «WM-Aus für Michael Ballack». Es ist verwunderlich, dass die ARD-Sondersendung kein «Brennpunkt» ist. Beide Sendungen sind 15 Minuten lang.

Solche Sendungen werden sonst bei Naturkatastrophen, Flugzeugabstürzen oder anderen Horrornachrichten gesendet. Meist sind diese Sendungen dann auch relevant und informativ.

Dass man aber Sondersendungen schaltet, weil ein Fussballspieler gesundheitsbedingt nicht an einer WM teilnehmen kann, ist definitiv masslos übertrieben!

8. Mai 2010

Mister-Schweiz-Wahl 2010

Heute findet die Mister-Schweiz-Wahl 2010 statt und damit wird André Reithebuch endlich entthront. Es ist zu hoffen, dass Stefan Tobler gewinnen wird. Dann nämlich würde endlich wirklich mal ein Mister und nicht ein Bubigesicht gewählt. Nicht nur, weil er darauf beharrt, dass er seinen Bart stehen lassen kann.

Aber leider wird wohl genau dies sein Problem sein. Solange Frauen immer noch rumkreischen, Bärte seien etwas Schreckliches, wird Tobler wohl nicht gewählt werden…

6. Mai 2010

Lena Stefanie Heinzmeyermann-Landrut

Seit Lena Meyer-Landrut die deutsche Ausscheidung für die Teilnahme am Eurovision Song Contest 2010 gewonnen hat wird immer wieder behauptet, wie einzigartig sie singt, wie eigen ihr Englisch klingt und dass sie einen ganz eigenen Sound kreiert hat.

Wirklich?

Klingt ihr Song «Satellite» wirklich so sehr anders als Stefanie Heinzmann’s «No One (Can Ever Change My Mind)»?

Nein. So anders klingt er nicht. Er klingt wie davon abgekupfert.

Warum fällt das niemandem auf?

3. Mai 2010

Dadurch wird Werbung nicht besser!

Immer wieder werden deutsche Werbespots für den Schweizer Markt in Schweizer Mundart synchronisiert. Warum?! Verstehen wir kein Hochdeutsch?

25. April 2010

Vorsicht! Werbe-Telefonnummern!

Sie werden von Telefonnummern angerufen, die Sie nicht kennen? Es könnte sich um Werbeanrufe handeln.

Die Rufnummer 044 824 76 77 gehört zu Swisscom.

Wenn Ihr Display die Rufnummer 058 261 26 00 anzeigt, werden Sie vom Call-Center der Teleperformance angerufen.

15. April 2010

60 Jahre ARD – und kein bisschen weise

Die ARD wird 60 Jahre und feiert das auch. Mit zwei Geburtstagssendungen, die sie ausgerechnet von einem präsentieren lässt, der bisher beim Präsentieren von Unterhaltungssendungen noch immer versagt hat: Reinhold Beckmann. Hat man wirklich niemanden gefunden, der es besser machen könnte, oder wollte man einfach nicht?

8. April 2010

Billettautomaten sind zum nutzen da

Liebe Leute, die ihr alle so gern nach Regensdorf und weiter fahrt: Es ist ja klar, dass ihr euch es gewöhnt seid, im Bus euren Fahrschein zu kaufen, weil es in eurer Region nicht an jeder Haltestelle einen Billettautomaten gibt. Aber eben: «nicht an jeder» bedeutet, dass es eben doch manche Haltestellen gibt, an denen so ein Kasten steht. Dann benützt ihn doch auch! Manche von euch stehen da minutenlang an der Haltestelle tatenlos rum – möglichst genau neben dem Automaten – und wartet auf den Bus. Und wenn der dann da ist, steigt ihr vorne beim Fahrer ein und haltet ihn vom Weiterfahren ab, weil ihr zuerst ein Fahrschein kaufen müsst – was ihr auch an der Haltestelle hättet tun können! Zum Beispiel bei der Haltestelle «Zentrum Regensdorf», Richtung Bahnhof.

Also, Leute: Kauft eure Fahrscheine endlich am Automaten!

31. März 2010

Die Zeitungsbox – eine Wartehalle?

Wir alle lieben Gratiszeitungen. Gratiszeitungen, die an unseren Haltestellen des öffentlichen Verkehrs zum Mitnehmen aufliegen. Manche von uns lieben «20 Minuten» und «Blick am Abend» so sehr, dass sie sie nicht einfach aus der Box nehmen und damit weggehen. Nein, manche lieben diese Zeitungen so extrem, dass sie sie gleich auf die Zeitungsbox legen und angestrengt darin lesen. Und damit vor der Box stehenbleiben. Und zwar genau so, dass niemand anderer mehr in die Box reinfassen und sich sein Exemplar nehmen kann.

Wobei – nicht alle, die vor der Zeitungsbox stehen, lesen auch in der Zeitung. Bei manchen Leuten hat man den Eindruck, die stellen sich ganz gezielt vor die Zeitungsbox zum Warten. Vielleicht, damit sie nicht so alleine stehen? Ganz nach dem Motto: «Wo die Zeitungsbox steht, kann ich nicht falsch stehen – denn die steht ja immer da!» Und so finden sich dann ganze Rudel vor den beliebten Zeitungsboxen und versperren denen, die sich eine Zeitung holen wollen, den Weg. Und nicht nur denen. Leuten, die einfach nur vorbeigehen wollen, auch!

Hey, liebe Leute, hört endlich auf damit! Stellt euch endlich nicht mehr penetrant vor die Zeitungsboxen, ihr nervt da nämlich ganz gewaltig!

Achtung, Werbeanrufe!

Haben Sie Anrufe von der Rufnummer 044 925 99 30 und Sie heben nicht ab, weil Sie nicht wissen, wer da anruft? Gut so! Denn hinter dieser Telefonnummer steckt der Weltbild-Verlag, der Ihnen irgendein Angebot machen will. Kurz gesagt: Werbeanruf von Weltbild.

26. März 2010

Vorsicht bei mailschleuder.de!

Paidmail-Fans seien gewarnt: Die Betreiber von mailschleuder.de schreiben auf ihrer Internetseite, dass es bis zu 90 Tage dauern, bis ein Auszahlungsantrag tatsächlich zur Auszahlung kommt. Dem ist anscheinend nicht so! Es kommt offenbar zu gar keiner Auszahlung! Und auf Mailanfragen wird auch nicht geantwortet.

Daher der dringende Tip: Bei mailschleuder.de keine Mails mehr bestätigen – und vor allem: es sollte sich dort niemand anmelden!

21. Februar 2010

Ticket von der Haltestelle nicht erwünscht

In München steht ein Hofbräuhaus. Und in Regensdorf ein Ticketautomat. Bei der Bushaltestelle «Zentrum Regensdorf». Da stehen manchmal minutenlang Personen daneben, weil sie auf den Bus warten. Und wenn der Bus kommt, steigen sie ein. Vorne, beim Fahrer. Und zum Fahrer sagen sie dann, sie müssten ein Billett nach da oder dorthin haben. Damit halten sie den Fahrer vom Weiterfahren ab. Das ist ärgerlich. Vor allem dann, wenn der Bus eh schon verspätet ist. Schliesslich wartet die S6 am Bahnhof nicht auf verspätete Busse. Und fährt nur alle halbe Stunde.

Also, liebe Fahrgäste: Wenn Sie an einer Haltestelle mit Ticketautomat auf den Bus warten, kaufen Sie doch Ihr Billett dort. Dies empfiehlt übrigens auch die VBG (Verkehrsbetriebe Glattal). Damit der öffentliche Verkehr richtig verkehren kann.

9. Dezember 2009

Keine News mehr von NEWS

2009 ist das Jahr, in dem die die Pendlerzeitung «20 Minuten» 10 Jahre alt wird. Es ist aber auch dasjenige Jahr, in dem die Gratiszeitungen sterben. «Cash daily» und «.ch» hat es erwischt, zuerst die Ausgaben Bern und Basel von «News» und nun hat die Tamedia auch die Zürcher Ausgabe eingestellt. Ausgerechnet die beste aller Gratiszeitungen verschwindet wieder. «News» war informativer, sachlicher und journalistischer als der grosse Bruder «20 Minuten», der zwar ursprünglicher von der norwegischen Schibsted lanciert wurde, vor einigen Jahren – kurz vor der Lancierung der eigenen Pendlerzeitung «Express», die dadurch gestoppt wurde – von der Tamedia übernommen und seither dort verlegt wird.

Vielfach wird geschrieben, dass «News» lediglich auf den Markt gebracht wurde, um «.ch» zu verdrängen. Mag sein, dass das wirklich die Absicht war. Gebraucht hätte es das allerdings nicht:  die Werbekunden waren eh nicht bereit, in den zusätzlichen Gratiszeitungen zu werben. Man wolle «alle Pendler» erreichen, deshalb inseriere man nur in «20 Minuten», erklärte einst ein Sprecher von Coop Zürich-Zentralschweiz. Auf die Frage, warum man dann nicht in allen Pendlerzeitungen Inserate schalte, da es doch durchaus sein könne, dass «20 Minuten» nicht immer «für alle» vorrätig sei oder eben die anderen Zeitungen von manchen Leuten bevorzug würden, gab es keine Antwort.

«News» ist weg, und das Vertrauen in den Verlag Tamedia auch. Zu oft wurden Projekte einfach so eingestampft - «Express» und der Fernsehsender TV3 sind nur zwei Beispiele neben «News».

Was kommt als nächstes dran – möglichst auch noch kurz vor Weihnachten, damit die betroffenen Mitarbeiter verhagelte, wenn schon keine weissen Festtage haben?

7. Dezember 2009

Mensch, Gottschalk war richtig gut!

Sie sind wieder da, all die Jahresrückblick-Sendungen im Fernsehen. Nachdem Johannes B. Kerner sein Tätigkeitsfeld vom ZDF zu SAT.1 verlagert hat, wurde der Moderations-Job für die Sendung «Menschen 2009» frei.

Und er wurde Thomas Gottschalk übergeben.

Gottschalk führte erstaunlich ruhig, gelassen und sachlich durch die Sendung. Er hetzte nicht so durch die Themen, wie dies sein Vorgänger immer getan. Er setzte auch keine Fröhlichkeit auf, sondern war einfach sich selbst. Gottschalk war erstaunlich gut in der neuen Aufgabe und es war seit Jahren erstmals wieder ein Genuss, diese Sendung zu verfolgen. Nicht zuletzt auch, weil man endlich wieder Zeit für die einzelnen Themen hatte und der Sport keine zeitliche Übermacht hatte, wie dies sonst der Fall war.

Hoffentlich wird Thomas Gottschalk auch die künftigen «Menschen»-Sendungen moderieren.

5. Dezember 2009

Das ist unglaublich!

Am vergangenen Sonntag sagte das Schweizer Stimmvolk «Ja!» zu einem Minarett-Verbot. Und zwar mit 57%-Ja-Stimmen, was überall als «überraschend» und «sehr deutlich» kommentiert wurde. Sehr deutlich? «Sehr deutlich» wären 70% oder noch höhere Werte gewesen. 57% liegt dagegen nur gerade 7% über der Hälfte und man kann keineswegs von «sehr deutlich» sprechen.

Allerdings ist noch etwas anderes passiert. Etwas, was sonst wirklich sehr, sehr selten geschieht. Ausgerechnet wegen dieses Volksentscheides nimmt die Welt endlich mal Kenntnis davon, dass es die Schweiz auch noch gibt; ja, dass es in diesem Land nicht nur Banken, Schokolade und Berge gibt, sondern auch noch Politik! Wann berichtet die Weltpresse, die Europapresse denn schon mal über die Schweiz?

Eben!

Informationen erhält man immer aus Möglichst-weit-weg, aber aus der Schweiz?!

13. November 2009

Toluna? Nein danke!

Bei Online-Umfragen mitzumachen ist klasse. Man kann seine Meinung sagen und erhält verschiedenste Vergütungen: manchmal wird das Geld überwiesen, manchmal kann man sich Gutscheine «erkaufen».

Manchmal sieht ein Umfragepanel sehr seriös aus, ist dann aber sehr enttäuschend. So zum Beispiel TOLUNA (testandvote). Von dort kommen zwar viele E-Mails mit Einladungen zu Onlinebefragungen und man kann auch jede Punkte sammeln, aber wenn man dann endlich genug Punkte gesammelt hat, um zum Beispiel einen Amazon-Gutschein zu bestellen, wird man enttäuscht, beziehungsweise nicht beliefert. Ich zumindest warte mittlerweile seit Mai 2009 auf meinen angeforderten Gutschein. Und auf Anfragen diesbezüglich wird schon lange nicht mehr reagiert.

Also: Wer vorgehabt hat, sich bei Toluna anzumelden, soll es gleich vergessen. Vor Toluna wird gewarnt!

28. Oktober 2009

Coop Supercash = superkompliziert!

Coop hat es endlich eingesehen: Die Leute wollen die Superpunkte nicht für Prämien aus einem Katalog einsetzen und auch das Bezahlen im Warenhaus Coop City scheint nicht richtig zu funktionieren. Deshalb hat man nun beschlossen «Supercash» einzuführen, was bedeutet, dass man künftig auch im Supermarkt und bei Coop Bau & Hobby mit Superpunkten bezahlen kann.

Kann man wirklich?

Ja. Aber…

Aber nicht einfach so. Nicht alles. Coop legt von Woche zu Woche, welche Produkte man mit Superpunkten bezahlen kann und kommuniziert dies in teuren Inseraten und in der Coopzeitung.

Fazit: Man kann nicht einfach seinen Einkauf mit Superpunkten bezahlen. Es muss sehr kompliziert vor sich gehen.

Das ist überhaupt nicht kundenfreundlich.

Typisch Coop!

30. September 2009

SF Frechheit!

Heute Abend wurde auf drei Sendern dasselbe gefeiert: Udo Jürgens ist 75 Jahre alt geworden und das ZDF zeichnete vor ungefähr zwei Wochen eine Geburtstagsgala zu Ehren des Jubilaren auf, moderiert von Markus Lanz. Gesendet wurde heute Abend im ZDF, ORF 2 und SF 1.

Die erste Frechheit, die sich SF 1 heute zu dieser Sendung leistete: Beatrice Müller behauptete in der 19.30-Uhr«Tagesschau» in ihrem Programmhinweis auf die nachfolgenden Sendungen, die Geburtstagssendung käme heute live aus Hamburg. Eine Aufzeichnung kann nicht live sein!

Die zweite Frechheit, die sich das Schweizer Fernsehen mit der Sendung erlaubte: Sie war um ungefähr 30 Minuten kürzer als diejenige im ZDF – wohl nur zu dem einen Zweck, dass die Nachrichtensendung «10 vor 10» zu ebendieser Zeit beginnen konnte.

Das ist eine Frechheit gegenüber dem Publikum, des Jubilaren, den Teilnehmenden und den Produzierenden der Fernsehsendung gegenüber! Für wie blöd hält man die Fernsehzuschauer im Leutschenbach eigentlich? Müssen wir uns wirklich dermassen von SF DRS bevormunden lassen?

Fazit: ZDF-Sendungen künftig zwingend im ZDF ansehen, auch dann, wenn sie beim Schweizer Fernsehen ausgestrahlt werden.