4. September 2011

Brauchen Fernsehprogramme neue Namen?

«20min.ch» meldet, dass man für die Deutschschweizer SRG-Radio- und Fernsehprogramme mal wieder neue Namen suche. Dies, weil per Anfang Jahr die beiden Unternehmen Radio sowie Fernsehen zu einem einzigen Unternehmen, dem SRF Schweizer Radio und Fernsehen, fusioniert wurden. Man ist nun offenbar der Meinung, die bisherigen Bezeichnungen SF 1 und SF zwei für das Fernsehen sowie DRS 1 (bis 4) beim Radio müssten angepasst werden, weil die unterschiedlichen Kürzel Verwirrung stiften.

Die SRG-Fernsehprogramme hatten nicht immer die Bezeichnungen SF 1 und SF zwei. Als es nur einen deutschschweizer Kanal gab, hiess es «Schweizer Fernsehen», ab 1985 «Fernsehen DRS», um klarzumachen, um welche Regionalzuständigkeit es sich handelt. Unter dem Fernsehdirektor Peter Schellenberg wurde wieder Name «Schweizer Fernsehen» eingeführt, weil man der Ansicht war, dass man sich eigentlich um die ganze Schweiz kümmere und nicht nur um die deutsch- und rätoromanische Schweiz (DRS). Mit dem nächsten Programmdirektor kam auch wieder ein Kürzel: «SF DRS», was infolge der Aufsplittung des Programms in zwei Kanäle zur Folge hatte, dass die Bezeichnungen «SF 1» und «SF 2» eingeführt wurden. Unter Ingrid Deltendre wurde ein neues, für jeden Kanal unterschiedliches Design eingeführt und die Bezeichnungen «SF 1», «SF zwei» sowie «SF info» für den Wiederholungs- und Ereigniskanal. Damit wurde endlich klare Marken geschaffen: SRG war die Veranstalterin der Radioprogramme (SR DRS) und des Fernsehens (SF).

Seit Anfang dieses Jahres herrscht nun wieder Chaos. Am Fernsehen ist nun immer öfter mal klein, mal sehr prominent das Kürzel SRF zu sehen. Schweizer Radio und Fernsehen. Das ist ein Unternehmen innerhalb der  SRG Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft. Und das sorgt nun für Verwirrung. Denn am Ende der Sendungen steht nun beim Copyright-Hinweis nicht mehr SF, sondern SRF. Früher stand beim Eurovisions-Signet das Kürzel SRG, als das Fernsehen noch «Schweizer Fernsehen» hiess. Erst die Einführung der Marke «SF DRS» schaffte auch hier Klarheit, später «SF». Nun auch hier wieder Verwirrung: das Programm heisst «SF 1», beim Eurovisionssignet steht aber «SRF».

Die Fusion von Radio und Fernsehen zu einem einzigen Unternehmen innerhalb der SRG ist für die Öffentlichkeit schon unübersichtlich genug, so dass man auf die visuelle Gestaltung dazu verzichten sollte. Diese Fusion ist in erster Linie eine SRG-interne Angelegenheit. Man sollte die mittlerweile eingebürgerten und bekannten Marken «SR DRS» und «SF» beibehalten und sogar wieder stärken, indem man sie wieder konsequent verwendet und auf das verwirrende SRF verzichtet.

Es hat keinen Sinn, dass man für teures Geld neue Namen sucht und bewährtes ersetzt; vor allem, weil man das Logo «SF» bei vielen Sendungen im Namen trägt und es auch als Trade-Mark-Signet verwendet. Damit hat man eine endgültige Marke eingeführt. Das visuelle Erscheinungsbild eines Fernsehprogramms kann man gerne immer wieder mal verändern (wie dies in diesem Jahr zum Beispiel bei ORF eins, SWR-Fernsehen und dem Bayerischen Fernsehen geschehen ist), aber der Name sollte sich nicht immer wieder ändern. Vor allem beim SF, weil dieses Kürzel vom Publikum (anders als DRS, das hauptsächlich mit dem Radio in Verbindung gebracht wurde/wird) anerkannt wurde.

3. September 2011

Prinz Kaspian von Narnia

«Die Chroniken von Narnia – Prinz Kaspian von Narnia» ist ein absolut sinnloser und überflüssiger Film. Ausser Kampfszenen gibt es in diesem Film scheinbar keine Handlung. Und wenn es eine Handlung gibt, sind die Zusammenhänge dermassen abstrakt dargestellt, dass man überhaupt keinen Sinn erkennt. Reine Zeitvergeudung! Und sowas wird am Samstagabend im frei empfangbaren Privatfernsehen gesendet! Schrecklich!

SAT.1–das Werbeprogramm

Normalerweise wird das Fernsehprogramm der privaten Anbieter durch Werbung unterbrochen. Bei SAT.1 ist das anders: Hier wird dermassen viel Werbung gesendet, dass diese durch das Programm unterbrochen wird. Schrecklich!

24. August 2011

Hoffentlich weniger Gilli

TeleZüri ist verkauft worden. Das macht Hoffnung, dass sich in dem verstaubten Sender nun endlich etwas tut: weniger Markus Gilli, weniger Hugo Bigi, mehr Abwechslung bei den Sendungen, andere Studiodesigns, weniger Quartierstrassenthemen, weniger Unfalljournalismus.

Vielleicht kriegt Zürich nun endlich ein sehenswertes Lokalfernsehen…

Schawinski

Schawinski? Nein, danke!

28. Juli 2011

SBB informieren schlecht

Heute habe ich mal selbst erlebt, weshalb immer wieder behauptet wird, die SBB informiere zu schlecht. Ich sass in einem Zug der S12 von Winterthur nach Brugg, als in Effretikon die Durchsage kam, wegen einer Stellwerkstörung könne der Bahnhof Stettbach nicht angefahren werden; der Zug fahre stattdessen nach Oerlikon. Noch dreimal kam die Durchsage, allerdings mit einer Änderung: von Oerlikon wurde nichts mehr gesagt; lediglich, dass Stettbach nur sehr eingeschränkt angefahren werden könne. Aha. Nützt mir das etwas? Nein. Mich hätte vielmehr interessiert, was in Oerlikon passiert. Fährt der Zug zurück nach Winterthur? Fährt er zum Hauptbahnhof? Fährt er direkt nach Altstetten und lässt den HB links liegen?  Fährt er via Regensdorf nach Baden? Doch diese absolut wichtige Information wurde nicht durchgegeben! Kein guter Zug von der SBB!

27. Juli 2011

Linie 485

Auf der Linie 485 (Zürich, Frankental – Buchs, Linde) sollten ab sofort nur noch Gelenkbusse eingesetzt werden. Standardbusse sind auf dieser Strecke eine Zumutung.

11. Juli 2011

«Die Millionenfalle» im Sommerprogramm

Alle Jahre wieder: Sommerprogramm im Fernsehen. Das bedeutet, dass einzelne Sendungen, die sonst in regelmässigen Abständen gesendet werden, nicht ausgestrahlt werden – sozusagen «in den Ferien» sind. Im Programm des Schweizer Fernsehens SF betrifft dies zum Beispiel den «Kassensturz», aber auch die Quizshow «1 gegen 100». Letztere wird dieses Jahr durch eine andere Quizshow ersetzt: Im Kölner ZDF-Studio wurden sechs Folgen der Sendung «Die Millionenfalle» aufgezeichnet. Es handelt sich dabei um das gleiche Format wie das vom ZDF gesendete «Rette die Million!», welches sich derzeit ebenfalls in der Sommerpause befindet und von Jörg Pilawa moderiert wird. Da es keinen Sinn macht, für nur sechs Ausgaben ein eigenes Set zu bauen, hat man sich entschieden, die Produktion nach Köln ins vorhandene TV-Set von «Rette die Million!» zu verlegen.

Grundsätzlich handelt es sich bei «Die Millionenfalle» um kein schlechtes Format. In Deutschland ist «Rette die Million!» ungefähr zwei Wochen vor der SF-Quiz-Sendung «Traders» gestartet und läuft seither in einem unregelmässigen Ausstrahlungstakt  mehr oder weniger erfolgreich.

Die derzeitige Schweizer Variante ist ein Testlauf: sollte die Sendung beim Publikum gut ankommen, kann man sich vorstellen, sie fest ins Programm aufzunehmen und auch in der Schweiz zu produzieren. Allerdings gibt es bei diesem Testlauf zwei Probleme: Erstens ist es nicht gerade sinnvoll, eine neue Sendung ausgerechnet in den Sommermonaten Juli und August auszuprobieren, wenn um 20 Uhr kein Mensch vorm Fernseher sitzt und viele Menschen in den Ferien sind; und zweitens ist es noch unsinniger, einen absolut untauglichen Moderator einzusetzen, über den sich die TV-Nation schon aufgeregt hat, als er vor Jahren bei TV3 die Schweizer Version von «Wer wird Millionär?» moderierte: René Rindlisbacher.

15. Mai 2011

Eurovision Song Contest 2011

Jetzt steht es also fest: auch im Jahre 2011 liegt die Schweiz mit ihrem Beitrag zum Eurovision Song Contest auf dem letzten Platz. Während Wiedereinsteiger Österreich von vielen Ländern wenigstens einen Punkt erhalten hat und so auf über 50 Punkte kam, musste sich die Schweiz mit nur gerade 19 Punkten begnügen, die man von vielleicht vier Ländern zusammengerafft bekam.

Interpretin war Anna Rossinelli mit ihrem eigentlich eingängigen, ruhigen und melodiösen «In Love For A While». Gab es in diesem Lied zu viel nanana? Lag es daran, dass der Gesang irgendwie so gar nicht mitriss, sondern im Gegenteil eher gequält und falsch klang – so dahingeworfen? Das Lied wäre an und für sich schön, doch die Interpretin bringt der an und für sich fröhlichen Melodie keine Fröhlichkeit im Gesang bei. Nein, im Gegenteil: andauernd hat man das Gefühl, als denke sie: «Mein Gott, warum muss ich das singen!?! Wie lange dauert es denn noch bis zum Ende?!»

Von daher war es von Anfang an klar, dass das Lied durchfallen würde. Trotzdem: es gab schlechtere Lieder, die mehr Punkte einheimsten. Man muss sich in der Schweiz wohl endlich eingestehen, dass man aus Prinzip ignoriert wird – zumindest beim Eurovision Song Contest. Und wohl nicht nur da.

11. Mai 2011

Noch mehr unnötige Sendungen

Das Erste und Pro Sieben haben sich anscheinend vorgenommen, rund um den Eurovision Song Contest 2011 aus Düsseldorf eine langweilige Sendung nach der andern auszustrahlen. Derzeit läuft auf Pro Sieben «Eurovision total», und anscheinend hat man nichts Rechtes gefunden, womit man die Sendung hätte füllen können.

Warum lässt man es dann nicht einfach bleiben?!

10. Mai 2011

ESC 2011: Countdown für Lena

Das Erste hat soeben die wohl unnötigste und langweiligste Sendung des heutigen Tages zu Ende gebracht: «Die Show für Deutschland», moderiert von Barbara Schöneberger, im Rahmen des diesjährigen Eurovision Song Contest.

Es wäre um so vieles besser gewesen, man hätte ganz einfach «Das Duell» mit Florian Weber gesendet!

Die ARD sollte sich nach dieser heutigen Sendung nicht wundern, wenn die Einschaltquote im Vorabendprogramm noch weiter sinkt.

8. Mai 2011

DSDS 2011

Nun hat Deutschland also zum achten Mal seinen Superstar gesucht. Nur – gefunden hat man ihn wohl wieder nicht. Beinahe wäre Sarah Engels Siegerin geworden. Sie hatte eindeutig die beste Stimme und traf die Töne besser. Allerdings erinnerte ihre Version des Finalsongs in der Sendung gestern Abend andauernd an den Coca-Cola-Werbesong «First Time First Love». Zudem war die Version des Songs von Pietro Lombardi tatsächlich besser, stimmungsvoller. Das gab dann wohl den Ausschlag, dass Pietro die Staffel gewann.

25. Februar 2011

5 gegen Jauch

Oh Mann! Seit einigen Monaten muss man sich mittwochs im ZDF bei «Rette die Million!» zuschauen, wie die Kandidaten Geldbündel hin und her schieben. Seit heute soll man sich nun aufgrund von Regelveränderungen freitags bei «5 gegen Jauch» ansehen, wie sich Günther Jauch andauern einen Kopfhörer auf- und absetzt!

Was für dämliche Langweiligkeiten lassen sich Quizerfinder künftig wohl noch einfallen?

Liebe Sender: Geldumherschieben, Kopfhörerstemmen und dergleichen in Quizsendungen sind Quotentöter!

17. Februar 2011

Einer für Gottschalk?

Els Peter Frankenfeld Ende der Siebziger Jahre schwer erkrankte und seine Sendung «Musik ist Trumpf» nicht präsentieren konnte, wurden vom ZDF Gastmoderatoren eingesetzt: bis Frankenfelds Tod und bis zur definitiven Übernahme der Sendung durch Harald Juhnke wurde «Musik ist Trumpf» in jeder Ausgabe von einem anderen Moderator präsentiert.

Warum geht das nicht auch bei «Wetten, dass…?»
Warum braucht diese Sendung EINEN Moderator?
Warum kann nicht jede Ausgabe von einer anderen Person moderiert werden?

Warum eigentlich fragt man nicht Peer Kusmagk, ob er «Wetten, dass…?» moderieren will? Ob einmal, zweimal oder dauerhaft…

16. Februar 2011

Der Nachfolger von Thomas Gottschalk

Verschiedene Medien berichten mittlerweile, dass sich das Fernsehpublikum einig sei, was den Nachfolger von Thomas Gottschalk betrifft: Gemäss Umfragen würden die meisten Befragten Hape Kerkeling als neuen Moderator von «Wetten, dass…?» sehen.

Wetten, dass man Hape Kerkeling spätestens nach der fünften Sendung total satt hätte?

Andere Moderatoren, wie zum Beispiel Jörg Pilawa, Markus Lanz oder Johannes B. Kerner werden von den Befragten auf die hinteren Plätze verwiesen. Auch Kai Pflaume und Frank Elstner mag man bei «Europas grösster TV-Show» nicht (mehr) sehen.

Einer, der bisher nirgends genannt wurde, wäre aber mit Sicherheit sehr geeignet für den Job. Daher hier Empfehlung hier ans ZDF: Fragt doch mal

Thomas Ohrner

ob er «Wetten, dass…?» übernehmen will.

12. Februar 2011

«Wetten, dass…?» ohne Thomas Gottschalk?

Falls Thomas Gottschalk tatsächlich mit «Wetten, dass…?» aufhört, sollte er zur Strafe ein ganzes Jahr ins RTL-Dschungelcamp müssen – und zwar zusammen mit Sarah Dingens!

5. Februar 2011

Die goldene Kamera 2011

Lieber Hape Kerkeling

Du moderierst zurzeit im ZDF gerade die Verleihung der «Goldenen Kamera». Gerade vorhin hast Du zwei Versionen von Lenas «Satellite» gesungen. Die russische Version mag ja lustig gewesen sein. Das, was Du allerdings als «Schwiizerdütsch» bezeichnet hast, hat mit keinem der Schweizer Dialekte auch nur irgendetwas zu tun! Wieder einmal hat sich ein Deutscher über die Schweiz einfach nur lustig gemacht, ohne anscheinend auch nur eine geringe Ahnung von der Schweiz oder deren Mundarten zu haben. So, wie dies Deutsche öfters machen.

Lieber Hape, wenn ihr Deutschen euch schon nicht recht mit der Schweiz befasssen könnt, dann lasst es doch einfach bleiben und macht euch nicht auch noch lustig über die Schweiz!

29. Januar 2011

Ich bin ein Star

Heute wird der Dschungelkönig gewählt. Lange war es wohl mehr oder weniger klar, dass Jay Khan Dschungelkönig werden wäre. Der hat sich bei den Prüfungen so richtig schön angestrengt. Doch nachdem Dschungelzicke Sarah Knappik das Camp verlassen hatte, wurde so dermassen auf Peer Kusmagk rumgetrampelt, dass man alleine schon deshalb für ihn anrufen sollte, damit das Publikum wieder gut machen kann, was Mathieu und Indira ihm angetan haben. Peer ist trotz all dieser Schwierigkeiten mit viel Humor und Selbstironie im Dschungelcamp geblieben, dass er es am meisten verdient hat, Dschungelkönig zu werden - obwohl es Katy Karrenbauer und Thomas Rupprath durchaus auch verdient hätten.

Trotzdem: Macht Peerelino zum König des Dschungels!

27. Januar 2011

Star-Quiz im Ersten

Es ist schön, dass das «Star-Quiz» im Ersten endlich wieder auf dem Bildschirm ist. Kai Pflaume moderiert die Sendung auch sehr gut.

Schade nur, dass der Ton so schlecht wie eh und je ist. Die Hintergrundmusik ist zu laut, die Menschen klingen, als ob vier Tücher über ihren Mikrophonen liegen würden. Schön wäre gewesen, wenn man nicht nur das Studio erneuert, sondern auch den Ton verbessert hätte. Aber das scheint wohl zu viel verlangt.

15. Januar 2011

Schlag den Raab

«Schlag den Raab» ist eine ganz tolle Sendung. Aber eine Fernsehsendung, die dermassen oft durch Werbung unterbrochen wird, sollte nicht auch noch Musikauftritte enthalten!

14. Januar 2011

Hurra!

Dank dem Abbruch der Regensbergbrücke gibt es endlich eine direkte Busverbindung zwischen Neu-Oerlikon und dem Örliker Zentrum – wenn leider auch nur für ein Jahr.

4. Dezember 2010

Unfall-Nachtrag

Mittlerweile hat man die «Wetten, dass…?»-Sendung abgebrochen. Der Unfall-Kandidat ist ansprechbar, gibt Antwort, spürt seine Beine. Momentan ist er auf dem Weg in die Klinik.

Beim ZDF hält man es für richtig, unter den gegebenen Umständen die Sendung abzubrechen und einen Film (Krimi?) zu senden. Man hofft auf Verständnis beim Fernsehpublikum.

Nein.

Gut, wird bei RTL «das Supertalent» ausgestrahlt!

Unfall bei «Wetten, dass…?»

Die heutige Sendung «Wetten, dass…?» ist grauenhaft gestartet: zuerst wurde mal wieder eine Saalwette ausgelobt, in der Leute im Raum Düsseldorf irgendwo in der Kälte hinkommen – und zwar wieder einmal sehr leicht bekleidet: in Badehosen!

Und dann gab es gleich bei der ersten Wette einen Unfall. Es war auch eine sehr gefährliche Wette. Für den Kandidaten ist es wirklich schlimm, niemandem wünscht man so einen Unfall. Für die Redaktion der Sendung allerdings muss man hoffen, dass es ihr eine Lehre ist, künftig endlich auf solche gefährlichen Wetten zu verzichten! Ach ja: Der junge Kandidat wollte über fünf auf ihn zukommende Autos springen – fünf Sprünge über immer grössere Autos, innerhalb von 4 Minuten. Unverantwortlich, so etwas in einer Live-Sendung zu veranstalten!

Dass man nach dem Unfall die Kamera minutenlang auf das Publikum hielt, zeigt, wie unfähig man ist, mit solchen Situationen umzugehen.

Dass die Sendung dann auch noch unterbrochen wurde, mag richtig sein – oder auch nicht?

Zurzeit (21.06 Uhr) dauert die Unterbrechung an und es wird eingeblendet die Sendung werde «in wenigen Minuten» fortgesetzt.

3. Dezember 2010

Gross – oder doch nicht

Heute war’s mal wieder soweit: Es lief in SAT.1 eine Fernsehsendung, die das Wort «gross» im Titel hatte. Kommt ja öfter vor. Diesmal war es «das grosse Disney Quizshow». Warum solche Sendungen immer «gross» sein sollen, ist wohl niemandem klar. Und gerade bei dieser Sendung hätte ein anderes Wort viel besser gepasst: «Langweilig».

«Die langweilige Disney Quizshow».

Eine Sendung, die allenfalls im Rahmen des «Disney-Clubs» im Nachmittagsprogramm hätte gesendet werden können, aber sicherlich nicht um 20.15 Uhr.

Moderiert wurde die Sendung von Kai Pflaume. Wie tief kann ein Moderator sinken, wenn er sowas moderiert…

Und: Warum eigentlich müssen bei Quizshows immer Prominente dabeisein? In dieser Sendung waren drei Familien die Kandidaten. Spielen mussten pro Familie ein Kind mit einem prominenten Paten: Jeannette Biedermann, Felix Magath und Markus Maria Profitlich. Warum nur? Die Kinder hätten ganz gut auch mit ihren anwesenden Kindern spielen können.

Schade um die vertane Sendezeit!

2. Dezember 2010

Das Jahr ist noch nicht vorbei!

Es ist Anfang Dezember und wir sollen bereits wieder  Jahresrückblicksendungen gucken: heute diejenige von Johannes B. Kerner in SAT.1, am Sonntag bei RTL mit Günther Jauch und eine Woche später, am 12. Dezember, folgt Thomas Gottschalk mit «Menschen 2010» im ZDF.

Es soll zurückgeblickt werden auf das ganze Jahr. Dennoch sendet man bereits einen Monat vor Jahresende. Und dies jedes Jahr. Und weil man ja nur vom zu Ende gehenden Jahr spricht, wird immer ein Monat ausgeklammert: der Dezember. Niemand erinnert an die Ereignisse des Dezembers, niemand an diejenigen Menschen, die im Dezember gestorben sind.

Weil diese Sendungen ja am Monatsanfang laufen und im immer beim Jahresbeginn – also dem Januar – beginnen. Fast logisch.

Aber eben: Am Anfang des Dezembers ist das Jahr noch nicht zu Ende. Wer will einen Jahresrückblick auf Jahr sehen, das noch nicht beendet ist?

Liebe Fernsehschaffende, verlegt eure Jahresrückblicksendungen wieder dorthin, wo sie hingehören: In die ersten drei Wochen des Monats Januar im nachfolgenden Jahr!

29. November 2010

Rosengartentram

Das war jetzt mal eine Überraschung. Sonst lautet die Formel in Zürich doch immer so: Ganz egal was gebaut werden – ob hässlich oder schön – das Volk sagt Ja dazu.

Am vergangenen Sonntag konnte das Volk mal wieder über etwas Nützliches abstimmen: das Rosengartentram. Und siehe da, ausgerechnet hier kommt man von der üblichen Formel ab und sagt Nein.

Schade!

17. November 2010

Weniger Werbung

Vor ein paar Jahren meldeten sowohl Migros als auch Coop, man wolle die Werbung drastisch zurückfahren und somit weniger Geld in dieses Segment stecken.

Hat man davon etwas gemerkt?

Bisher hat man eigentlich eher den Eindruck, dass beide Unternehmen so viel Werbung machen wie noch nie, wobei dazu auch Aktionen wie «Oceanmania» und verschiedene Lose-Aktionen wie derzeit (Kauf ab CHF 20.- = man erhält ein Los, das eine Niete sein kann, einen Zimtstern verspricht oder ein Rabattgutschein [von bis zu 10%] für einen Einkauf im Dezember sein kann) zu zählen sind. Aber auch die «Supercash»-Aktionen von Coop sind als Werbung zu werten. Und es ist anzunehmen, dass beide Unternehmen auch dieses Jahr wieder ihre täglichen Adventskalender-Werbespots (mit dem Spezialangebot vom nächsten Tag) schalten werden. Die Migros hat bereits derzeit einen wöchentlich wechselnden Spot mit dem Donnerstags-Angebot.

Migros und Coop haben weniger Werbung versprochen – nur wann endlich halten sie dieses Versprechen auch ein?!

15. November 2010

Franken oder Schweizer Franken?

An alle Deutschen: Ob in Privatgesprächen, Fernsehsendungen oder Werbung – ihr alle sprecht immer vom «Schweizer Franken», wenn es um die Landeswährung der Schweiz geht. «Und das alles erhalten Sie für nur 59 Schweizer Franken!» tönt es da zum Beispiel.

Hört endlich damit auf!

Kein Schweizer spricht vom «Schweizer Franken», sondern nur vom «Franken». Man sagt also zum Beispiel: «Dieses Produkt kostet 70 Franken.»

Das ist völlig ausreichend so. Alle wissen, was damit gemeint ist. Denn einerseits gibt es zum Bezahlen eh keinen anderen Franken mehr, und andererseits will mit Sicherheit niemand, dass ihm ein bayerischer Franke über den Ladentisch geschoben wird.

10. November 2010

«Rette die Million!»

Bereits zum zweiten Mal strahlte das ZDF nun die Quizshow «Rette die Million!» aus. Die Sendung war genauso mühsam wie die erste:

Die Geldbündel mussten von der einen Seite zu den Antworten und danach wieder zurückgeschoben werden – immer hin und her. Dabei ginge es einfacher: Ohne Geldbündel, dafür mit Bildschirmen und Ansagen. «Wir setzen 25’000 auf Antwort B und 50’000 auf Antwort C.» - zum Beispiel.

Und dann gibt es da noch die endlose Warterei, bis die Antwortklappen aufgehen. Das soll wohl spannend sein. Ist es aber überhaupt nicht. Es nervt und hält die Sendung unnötig auf.

Liebes ZDF, bitte entnerve die Sendung oder setze sie ab. Wenn sie nämlich so bleibt, wie sie heute ausgestrahlt wurde, guckt wohl bald keiner mehr zu. Insgesamt ist es nämlich zu langweilig.

Internet Explorer 9 Beta

Die schlimmste Beta-Version, die es anscheinend jemals gab: Internet Explorer 9 Beta. Kein Browser stürzte häufiger ab als dieser! Hoffentlich kommt bald die finale Version, die dann hoffentlich auch wirklich stabil ist.

6. November 2010

«Wetten, dass…?» im November 2010

Die heutige «Wetten, dass...?»-Sendung war mal wieder toll. Anscheinend geht es eben doch: Kompliment an die Redaktion und die beiden gutgelaunten Moderatoren!

Allerdings: Es ist schon mühsam genug, wenn die Prominenten kein Deutsch sprechen und man auf die Simultanübersetzung angewiesen ist (an Thomas Gottschalk: Du vergisst immer wieder, dass wir Zuschauer die Übersetzung hören. Quatsch nicht immer dazwischen und lass die Übersetzer ausreden. Danke).

An Michelle Hunziker: Dein Rock war so kurz, dass man die ganze Zeit den Eindruck hatte, Du stündest im Unterrock auf der Bühne und hättest vergessen, ein Kleid drüberzuziehen…

31. Oktober 2010

041 553 55 51

Achtung: Die Telefonnummer 041 553 55 51 gehört zur Tricall AG. Wenn Sie Anrufe von dieser Nummer entgegennehmen, müssen Sie damit rechnen, dass Ihnen irgendein Produkt angeboten wird.

1. Juli 2010

«Die grosse Show der Naturwunder» – wurde gemogelt?

Heute wurde in der ARD wieder einmal die von Frank Elstner und Ranga Yogeshwar moderierte «grosse Show der Naturwunder» ausgestrahlt. Unter anderem wurde ein Studio-Experiment mit Thorsten Havener durchgeführt. Im ersten Teil wurden Havener die Augen verdeckt und eine Frau aus dem Publikum gebeten, aus fünf 50-Euro-Scheinen selbst eine Anzahl auszuwählen, die sie in einen Umschlag stecken sollte. Sie steckte 4 Scheine in den Umschlag, den fünften nahm Yogeshwar an sich. Thorsten Havener befragte nun wieder sehend die Frau. Er sollte anhand ihrer Antworten rausfinden, wie viele Scheine sie in den Umschlag gesteckt hatte. Er trug ihr auf, auf jede seiner fünf Fragen mit «nein» zu antworten. So fand er raus: 4 Scheine sind im Umschlag. Seine Begründung: Die Frau hatte bei den wahren Neins den Kopf immer in die eine, bei der gelogenen Antwort aber in die andere Richtung geneigt. – Aber: Als Ranga Yogeshwar den nicht in den Umschlag gesteckten Schein vom Tisch nahm und wegsteckte, war der Griff nach dem Geldschein auf dem Tisch gut zu hören und für ein geschultes Ohr möglicherweise am Knistern des Scheines wahrzunehmen, dass es sich nur um einen 50-Euro-Schein handelte.

Im zweiten Teil des Experimentes wurden Thorsten Havener wieder die Augen verdeckt. Yogeshwar schüttelte zwei von drei Getränkedosen und stellte sie wieder auf den Tisch. Havener fragte Yogeshwar, ob dieser Dose 1 geschüttelt habe. Yogeshwar antwortete mit «ja», da ihm aufgetragen wurde, bei allen drei Fragen so zu antworten. Wieder ging es darum, dass Havener anhand der Reaktionen Yogeshwars auf seine Fragen reagierte, rausfinden sollte, welche Dose nicht geschüttelt werden sollte. Sollte sich Havener für eine geschüttelte Dose entscheiden, würde er beim Aufmachen der Dose nassgespritzt. Havener wurde nicht nassgespritzt; er hatte also wieder anhand der Antworten festgestellt, wann Ranga Yogeshwar gelogen hatte. – Aber: Nach dem Schütteln standen die beiden Dosen, die er geschüttelt hatte, sehr nah beisammen; die dritte aber mit einem gut sichtbaren Abstand davon entfernt. Havener hatte die Augenbinde bereits entfernt, als Yogeshwar die Dosen alle in einen gleichen Abstand verstellte – Havener konnte das sehen. Und: es wurde nur eine Getränkedose geöffnet. Es fand also kein Beweis statt, dass sich in den Dosen tatsächlich Getränke befanden, die durch das Schütteln beim Öffnen rausgespritzt wären.

Wurde in der «grossen Show der Naturwunder» vom 1. Juli 2010 gemogelt?

25. Juni 2010

Ohren-Fiebermesser: Es reicht jetzt!

Immer wieder machen Discounter und andere Detaillisten Werbung, dass sie ab einem gewissen Datum Ohren-Fieberthermometer anbietet. Wenn man dann aber im Laden danach sucht, findet man sie nicht. Entweder haben die Geschäfte keine Ware erhalten, oder dann so wenig, dass die Dinger umgehend ausverkauft sind. Und zwar jedesmal. Ist doch unglaubwürdig, oder?

Lieber Aldi, Lidl und wie ihr alle heisst: Wenn ihr uns schon keine Ohren-Fieberthermometer verkaufen wollt, macht doch auch keine Werbung dafür! Das ist nämlich äusserst langweilig! Jedesmal rennt man in den Laden, weil man so ein Ding kaufen will, und jedesmal ist es nicht da!

Ihr könnt aufhören damit, ich mache nämlich nicht mehr mit! Ihr habt mich genug genarrt!

16. Juni 2010

Für Ärger beim Einkaufen

In der Coopzeitung Nr. 24 vom 15. Juni 2010 steht es auf Seite 98 gross geschrieben (und auch im Laden ist es gut ersichtlich): Bis 19. Juni 2010 gibt es auf das gesamte Coop-JaMaDu-Sortiment 20-fache Superpunkte.

Ein Einkauf von zwei Choco-Drinks aus eben diesem Sortiment zeigt auf dem Kassenzettel: die versprochenen Superpunkte wurden nicht gutgeschrieben!

Kein Einzelfall! Immer wieder verspricht Coop grossartig Bonus-Superpunkte, die dann grosszügig nicht aufs Konto gepackt werden.

Vorsicht zum Beispiel auch bei Bonus-Superpunkte-Aktionen in der Coop-Vitality-Apotheken: dort müssen die Bonuspunkte offenbar manuell eingegeben werden. Also nicht vergessen, das Personal darauf aufmerksam zu machen.

Coop. Für Ärger beim Einkaufen.

10. Juni 2010

Vielen Dank, ZDFneo!

Zur Zeit wird das Eröffnungskonzert zur FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft 2010 live aus Johannesburg übertragen – auf mehreren Sendern selbstverständlich. Während auf anderen Sendern die Veranstaltung – wie üblich – von Kommentatoren regelrecht zugequatscht wird, beschränkt man sich bei ZDFneo auf die Simultanübersetzung von dem, was Redner auf der Bühne sagen.

ZDFneo beweist damit: Es geht endlich auch ohne dauerndes Kommentatorengerede! Hoffentlich merkt man sich das beim ZDF und auch bei anderen Sendern auch!

9. Juni 2010

2 Moderatoren erzählen 1 Mist

Sven Epiney und Roman Kilchsperger haben kürzlich dasselbe behauptet: Beide sagten, sie arbeiten in Zürich-Oerlikon und meinten damit die Fernsehstudios vom Schweizer Fernsehen (SF) bzw. das TV Produktionscenter (TPC).

Diese Studios befinden sich aber nicht in Oerlikon, sondern auf Grund und Boden von Zürich-Seebach.

Wenn man von Opfikon herkommend in der Nähe des TPC die Stadtgrenze «überfährt» kann man auf dem Ortsschild allerdings lesen, man sei nun in Zürich-Oerlikon, obwohl man zuerst mal nach Seebach kommt.

Einem Bericht der Zeitung «Zürich Nord» zufolge liegt dies daran, weil man bei der zuständigen Dienstabteilung der Stadtverwaltung Zürich der Meinung ist, wer von Opfikon/Glattbrugg nach Zürich reinfahre, wolle nach Oerlikon.

Und wenn jetzt jemand gar nicht nach Oerlikon, sondern nach Wipkingen will?

Wobei lügt uns die Stadt Zürich wohl noch an?

4. Juni 2010

Super-RTL nervt

Super-RTL ist eigentlich ein gutes Fernsehprogramm. Aber es nervt.

Am Nachmittag, weil die angegebenen Sendezeiten meist nicht eingehalten werden. Dann, wenn die gewünschte Sendung eigentlich anfangen sollte, rast meist Mister Magoo über den Bildschirm oder Frosch und Frettchen machen dem Zuschauer das Zuschauen madig oder aber Oggi und die Kakerlaken werden von Dirk Bach reimend und kalauernd über den Bildschirm gejagt.

Im Teletext auf Seite 100 wird ständig eine nachfolgende Sendung angezeigt, die gar nicht die nachfolgende Sendung ist. Also muss man immer mehrere Rollseiten abwarten, bis man endlich mal Bescheid weiss, wann die nächste Sendung in etwa anfängt.

Und dann die Werbepausen abends. Gut, Werbung nervt auf jedem Sender. Aber bei Super-RTL ist es Super-Ärgerlich: nicht nur die aktuellen Werbespots werden gesendet; nein, wenn diese vorbei sind, kommt eine vermeintlich andere Sendung: «Die witzigsten Werbespots der Welt – shorts». Jedesmal hat man den Eindruck, der Film, den man sich anschauen wollte, sei schon vorbei oder es habe in der Sendezentrale einen technischen Fehler gegeben und dadurch sei der Film gekippt worden. Dabei muss man sich «nur» viel zu lange diesen Mist angucken, dann geht es mit dem Film wieder weiter.

Liebes Super-RTL, hör auf mit diesem Schwachsinn, denn das ist gar nicht super! Das ist allerhöchstens Super-Nerv-RTL.

3. Juni 2010

Eurovision NullPunkte Contest

«Blick am Abend» meldet heute, Baschi wäre bereit, im nächsten Jahr für die Schweiz am Eurovision Song Contest teilzunehmen. Baschi könnte einen etwas höheren Bekanntheitsgrad und einen grösseren Absatzmarkt sicherlich gut gebrauchen. Dass er aber einen besseren Erfolg als Michael von der Heide in diesem Jahr (2 Punkte) hinbrächte, ist fraglich. Was die Schweiz betrifft, werden seit einigen Jahren ganz offensichtlich nicht die Lieder bewertet, sondern ganz einfach das Land ignoriert! Wir sind gut, um Ferien zu machen und Schokolade zu liefern, um bei uns Geld zu horten und uns die Arbeitsplätze wegzunehmen. Und auf uns rumzutrampeln. Schliesslich wollen wir nicht in die EU. Und wir fallen halt auch sonst ein bisschen aus dem Welt- und Europarahmen. In den Nachrichten wird – wenn denn überhaupt – falsch über uns berichtet. Korrespondenten befinden sich in Genf, weil dort einige internationale Organisationen ihren Sitz haben, weswegen man etwas zu berichten hätte. Aber sonst über die Schweiz berichten? Höchst ungern, daher selten und – falsch! Denn man müsste vielleicht aus Genf raus nach Bern oder Zürich oder Niederhasli… und die Korrespondenten würden in Genf dann vielleicht etwas verpassen, wenn zum Beispiel die UNO an ihrem Sitz gerade dann etwas wichtiges verkünden würde…

Also lässt man die Schweiz einfach links liegen und beachtet sie gar nicht – und am Eurovision Song Contest kann man sie demonstrativ ignorieren.

Das wird auch nicht anders sein, sollte Baschi tatsächlich nächstes Jahr als Kandidat für den Wettbewerb nach Deutschland fahren.

Definitiv kein Sunrange

Es gibt doch noch gute Nachrichten! Heute gaben Sunrise und Orange bekannt, dass man nach dem Weko-Entscheid, die Fusion der beiden Telekom-Gesellschaften nicht zuzulassen, selbst nun auch definitiv von einem Zusammenschluss absehen wolle.

Man hatte ja eigentlich nie den Eindruck, dass Sunrise tatsächlich mit Orange fusionieren wollte. Denn: es wurden trotz des Fusionsabkommens neue Preispläne und Angebote auf den Markt gebraucht sowie am Zürcher Max-Bill-Platz eine neue Filiale eingerichtet und am gleichen Gebäude, in dem man von der Credit Suisse Büros übernommen hatte, teure Firmenschriftzüge angebraucht. Hätte man die Fusion tatsächlich gewollt, hätte man doch sicher auf die eine oder andere Aktivität abwartend verzichtet.

Jedenfalls kann man sich jetzt freuen: Es wird keine Fusion zwischen Sunrise und Orange (zur Sunrange?) stattfinden!

1. Juni 2010

Coop übernimmt The Body Shop

Heute gab Coop bekannt, dass man die 37 Schweizer Filialen von The Body Shop übernommen habe.

Wie war das doch noch gleich mit der Weko: Wie lange darf Coop nichts übernehmen?! Sind die sechseinhalb Jahre schon vorbei? Haben Aldi und Lidl bereits zusammen 250 Filialen in der Schweiz eröffnet?

Zweimal Nein!

30. Mai 2010

Herzliche Gratulation an Lena!

Das Lied ist im Vorfeld des Eurovision Song Contest so oft gelaufen, dass man wirklich glauben musste, dass die Leute schon so satt haben!

Es waren in der Finalsendung Lieder am Start, die teilweise qualitativ besser und ausgefeilter waren als «Satellite» und dieses dadurch ziemlich flach wirkte.

Trotzdem: Europa hat sich mit 246 Punkten sehr deutlich für Deutschland entschieden!

Herzliche Gratulation, Lena! Du hast diesen Sieg wirklich verdient!

Nachdem letztes Jahr Norwegen gewonnen hatte, ist nun schon wieder ein westeuropäisches Teilnehmerland Sieger gewonnen – ganz toll!

Hej, Lena: Jetzt ist ein Duett mit Alexander Rybak fällig!

27. Mai 2010

EinsDoppelt

Manchmal macht auch die ARD unlogische Sachen: Heute läuft im Ersten von 20.15 Uhr bis 21.45 Uhr die Sendung «Die schönsten Grand Prix Hits», während in EinsFestival um 21.00 Uhr das zweite Halbfinale vom Eurovision Song Contest startet. Im einen Programm der diesjährige Wettbewerb live, im anderen eine Best-Of-Sendung der bisherigen Austragungen – gleichzeitig. Diese Doppelspurigkeit ist nicht zu verstehen! Wäre es nicht sinnvoller, das Best-of dann zu senden, wenn nicht grade live aus Oslo übertragen würde – nämlich am Freitagabend?

25. Mai 2010

Oslo: EuroKreisch

Nachdem nun der erste Halbfinal vom Eurovisions-Gesangs-Wettbewerb aus Oslo vorbei ist, kann man feststellen:

Den Teilnehmern sollte künftig dringend gesagt werden, dass die Veranstaltung den Namen «Eurovision SONG Contest» und nicht «Eurovision SCREAM Contest» trägt.

24. Mai 2010

«Sommer-Wetten-dass…?» 2010

Gut war sie, die neueste Ausgabe von «Sommer-Wetten-dass…?» vom vergangenen Samstag. Eigenartigerweise sind die Mallorca-Sendungen immer besser als die Saalsendungen aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Offenbar, weil man es unter dem spanischen freien Himmel um einiges lockerer nimmt.

Leider hat der Regisseur noch immer nicht begriffen, dass die Zuschauer zu Hause nicht Zugriff auf alle Kameras in der Arena haben und so darauf angewiesen sind, welche Kamera er gerade auf den Sender freigibt. Anscheinend guckt sich der Regisseur der Sendung extrem gerne das Publikum an. Nicht anders ist es zu erklären, dass man sich zu Hause andauernd klatschende, johlende und lachende Menschen ansehen musste, obwohl doch eigentlich auf der Bühne eine Wette durchgeführt wurde. Man setzt sich schliesslich zu Hause vor den Fernsehen um die Wetten zu sehen und nicht das Publikum.

Die Sendung heisst ja schliesslich «Wetten, dass…?» und nicht «Publikum klatscht…!».

Liebes ZDF, kannst Du das bitte Deinen Regisseuren endlich beibringen?!

20. Mai 2010

Europa sucht den Supersong

Es ist wieder mal Ende Mai und damit wieder soweit: Europa sucht den Supersong – wie seit 1956 jedes Jahr mittels des Wettbewerbs «Eurovision Song Contest». Dieses Jahr geht für Deutschland Lena Meyer-Landrut mit ihrem Titel «Satellite» an den Start. Ein Lied, das mittlerweile hinlänglich bekannt ist: Keine Fernsehunterhaltungssendung, in der die Sängerin nicht schon dieses Lied gesungen hätte. Und auch im Radio wird es wohl dauernd gespielt. In der Finalsendung des Song Contest also nichts Neues mehr. Schon x-mal gesehen. Wer also sollte für Lena anrufen? Die Auslanddeutschen? Die dürften das Lied auch schon total satt haben. Also wird wohl für einen anderen Song angerufen.

Und dann fragt man sich in Deutschland immer, warum man den Wettbewerb nicht gewinnt.

Vielleicht sollte man sich nach der nationalen Entscheidung wieder mehr zurückziehen und nicht mit dem teilnehmendem Lied überall auftreten bis es die Leute total satt haben. Es hat ja keinen Sinn, wenn am Wettbewerbsabend nichts mehr eine Überraschung ist. Deshalb halten sich andere Länder ja auch zurück vor der Finalsendung.

17. Mai 2010

ARD und ZDF: Man kann es auch übertreiben!

Die Sportmeldung des Tages: Michael Ballack kann an der Fussball-WM in Südafrika gesundheitsbedingt nicht teilnehmen.

Aha. Gut, verstanden. Abgehakt.

Denkste! ARD und ZDF machen eine Staatsaffäre draus und senden Spezialsendungen: «ZDF spezial» um 19.20 im ZDF und «Sportschau extra» um 20.15 Uhr in der ARD – beide unter dem Titel «WM-Aus für Michael Ballack». Es ist verwunderlich, dass die ARD-Sondersendung kein «Brennpunkt» ist. Beide Sendungen sind 15 Minuten lang.

Solche Sendungen werden sonst bei Naturkatastrophen, Flugzeugabstürzen oder anderen Horrornachrichten gesendet. Meist sind diese Sendungen dann auch relevant und informativ.

Dass man aber Sondersendungen schaltet, weil ein Fussballspieler gesundheitsbedingt nicht an einer WM teilnehmen kann, ist definitiv masslos übertrieben!

8. Mai 2010

Mister-Schweiz-Wahl 2010

Heute findet die Mister-Schweiz-Wahl 2010 statt und damit wird André Reithebuch endlich entthront. Es ist zu hoffen, dass Stefan Tobler gewinnen wird. Dann nämlich würde endlich wirklich mal ein Mister und nicht ein Bubigesicht gewählt. Nicht nur, weil er darauf beharrt, dass er seinen Bart stehen lassen kann.

Aber leider wird wohl genau dies sein Problem sein. Solange Frauen immer noch rumkreischen, Bärte seien etwas Schreckliches, wird Tobler wohl nicht gewählt werden…

6. Mai 2010

Lena Stefanie Heinzmeyermann-Landrut

Seit Lena Meyer-Landrut die deutsche Ausscheidung für die Teilnahme am Eurovision Song Contest 2010 gewonnen hat wird immer wieder behauptet, wie einzigartig sie singt, wie eigen ihr Englisch klingt und dass sie einen ganz eigenen Sound kreiert hat.

Wirklich?

Klingt ihr Song «Satellite» wirklich so sehr anders als Stefanie Heinzmann’s «No One (Can Ever Change My Mind)»?

Nein. So anders klingt er nicht. Er klingt wie davon abgekupfert.

Warum fällt das niemandem auf?

3. Mai 2010

Dadurch wird Werbung nicht besser!

Immer wieder werden deutsche Werbespots für den Schweizer Markt in Schweizer Mundart synchronisiert. Warum?! Verstehen wir kein Hochdeutsch?

25. April 2010

Vorsicht! Werbe-Telefonnummern!

Sie werden von Telefonnummern angerufen, die Sie nicht kennen? Es könnte sich um Werbeanrufe handeln.

Die Rufnummer 044 824 76 77 gehört zu Swisscom.

Wenn Ihr Display die Rufnummer 058 261 26 00 anzeigt, werden Sie vom Call-Center der Teleperformance angerufen.

15. April 2010

60 Jahre ARD – und kein bisschen weise

Die ARD wird 60 Jahre und feiert das auch. Mit zwei Geburtstagssendungen, die sie ausgerechnet von einem präsentieren lässt, der bisher beim Präsentieren von Unterhaltungssendungen noch immer versagt hat: Reinhold Beckmann. Hat man wirklich niemanden gefunden, der es besser machen könnte, oder wollte man einfach nicht?

8. April 2010

Billettautomaten sind zum nutzen da

Liebe Leute, die ihr alle so gern nach Regensdorf und weiter fahrt: Es ist ja klar, dass ihr euch es gewöhnt seid, im Bus euren Fahrschein zu kaufen, weil es in eurer Region nicht an jeder Haltestelle einen Billettautomaten gibt. Aber eben: «nicht an jeder» bedeutet, dass es eben doch manche Haltestellen gibt, an denen so ein Kasten steht. Dann benützt ihn doch auch! Manche von euch stehen da minutenlang an der Haltestelle tatenlos rum – möglichst genau neben dem Automaten – und wartet auf den Bus. Und wenn der dann da ist, steigt ihr vorne beim Fahrer ein und haltet ihn vom Weiterfahren ab, weil ihr zuerst ein Fahrschein kaufen müsst – was ihr auch an der Haltestelle hättet tun können! Zum Beispiel bei der Haltestelle «Zentrum Regensdorf», Richtung Bahnhof.

Also, Leute: Kauft eure Fahrscheine endlich am Automaten!

31. März 2010

Die Zeitungsbox – eine Wartehalle?

Wir alle lieben Gratiszeitungen. Gratiszeitungen, die an unseren Haltestellen des öffentlichen Verkehrs zum Mitnehmen aufliegen. Manche von uns lieben «20 Minuten» und «Blick am Abend» so sehr, dass sie sie nicht einfach aus der Box nehmen und damit weggehen. Nein, manche lieben diese Zeitungen so extrem, dass sie sie gleich auf die Zeitungsbox legen und angestrengt darin lesen. Und damit vor der Box stehenbleiben. Und zwar genau so, dass niemand anderer mehr in die Box reinfassen und sich sein Exemplar nehmen kann.

Wobei – nicht alle, die vor der Zeitungsbox stehen, lesen auch in der Zeitung. Bei manchen Leuten hat man den Eindruck, die stellen sich ganz gezielt vor die Zeitungsbox zum Warten. Vielleicht, damit sie nicht so alleine stehen? Ganz nach dem Motto: «Wo die Zeitungsbox steht, kann ich nicht falsch stehen – denn die steht ja immer da!» Und so finden sich dann ganze Rudel vor den beliebten Zeitungsboxen und versperren denen, die sich eine Zeitung holen wollen, den Weg. Und nicht nur denen. Leuten, die einfach nur vorbeigehen wollen, auch!

Hey, liebe Leute, hört endlich auf damit! Stellt euch endlich nicht mehr penetrant vor die Zeitungsboxen, ihr nervt da nämlich ganz gewaltig!

Achtung, Werbeanrufe!

Haben Sie Anrufe von der Rufnummer 044 925 99 30 und Sie heben nicht ab, weil Sie nicht wissen, wer da anruft? Gut so! Denn hinter dieser Telefonnummer steckt der Weltbild-Verlag, der Ihnen irgendein Angebot machen will. Kurz gesagt: Werbeanruf von Weltbild.

26. März 2010

Vorsicht bei mailschleuder.de!

Paidmail-Fans seien gewarnt: Die Betreiber von mailschleuder.de schreiben auf ihrer Internetseite, dass es bis zu 90 Tage dauern, bis ein Auszahlungsantrag tatsächlich zur Auszahlung kommt. Dem ist anscheinend nicht so! Es kommt offenbar zu gar keiner Auszahlung! Und auf Mailanfragen wird auch nicht geantwortet.

Daher der dringende Tip: Bei mailschleuder.de keine Mails mehr bestätigen – und vor allem: es sollte sich dort niemand anmelden!

21. Februar 2010

Ticket von der Haltestelle nicht erwünscht

In München steht ein Hofbräuhaus. Und in Regensdorf ein Ticketautomat. Bei der Bushaltestelle «Zentrum Regensdorf». Da stehen manchmal minutenlang Personen daneben, weil sie auf den Bus warten. Und wenn der Bus kommt, steigen sie ein. Vorne, beim Fahrer. Und zum Fahrer sagen sie dann, sie müssten ein Billett nach da oder dorthin haben. Damit halten sie den Fahrer vom Weiterfahren ab. Das ist ärgerlich. Vor allem dann, wenn der Bus eh schon verspätet ist. Schliesslich wartet die S6 am Bahnhof nicht auf verspätete Busse. Und fährt nur alle halbe Stunde.

Also, liebe Fahrgäste: Wenn Sie an einer Haltestelle mit Ticketautomat auf den Bus warten, kaufen Sie doch Ihr Billett dort. Dies empfiehlt übrigens auch die VBG (Verkehrsbetriebe Glattal). Damit der öffentliche Verkehr richtig verkehren kann.

9. Dezember 2009

Keine News mehr von NEWS

2009 ist das Jahr, in dem die die Pendlerzeitung «20 Minuten» 10 Jahre alt wird. Es ist aber auch dasjenige Jahr, in dem die Gratiszeitungen sterben. «Cash daily» und «.ch» hat es erwischt, zuerst die Ausgaben Bern und Basel von «News» und nun hat die Tamedia auch die Zürcher Ausgabe eingestellt. Ausgerechnet die beste aller Gratiszeitungen verschwindet wieder. «News» war informativer, sachlicher und journalistischer als der grosse Bruder «20 Minuten», der zwar ursprünglicher von der norwegischen Schibsted lanciert wurde, vor einigen Jahren – kurz vor der Lancierung der eigenen Pendlerzeitung «Express», die dadurch gestoppt wurde – von der Tamedia übernommen und seither dort verlegt wird.

Vielfach wird geschrieben, dass «News» lediglich auf den Markt gebracht wurde, um «.ch» zu verdrängen. Mag sein, dass das wirklich die Absicht war. Gebraucht hätte es das allerdings nicht:  die Werbekunden waren eh nicht bereit, in den zusätzlichen Gratiszeitungen zu werben. Man wolle «alle Pendler» erreichen, deshalb inseriere man nur in «20 Minuten», erklärte einst ein Sprecher von Coop Zürich-Zentralschweiz. Auf die Frage, warum man dann nicht in allen Pendlerzeitungen Inserate schalte, da es doch durchaus sein könne, dass «20 Minuten» nicht immer «für alle» vorrätig sei oder eben die anderen Zeitungen von manchen Leuten bevorzug würden, gab es keine Antwort.

«News» ist weg, und das Vertrauen in den Verlag Tamedia auch. Zu oft wurden Projekte einfach so eingestampft - «Express» und der Fernsehsender TV3 sind nur zwei Beispiele neben «News».

Was kommt als nächstes dran – möglichst auch noch kurz vor Weihnachten, damit die betroffenen Mitarbeiter verhagelte, wenn schon keine weissen Festtage haben?

7. Dezember 2009

Mensch, Gottschalk war richtig gut!

Sie sind wieder da, all die Jahresrückblick-Sendungen im Fernsehen. Nachdem Johannes B. Kerner sein Tätigkeitsfeld vom ZDF zu SAT.1 verlagert hat, wurde der Moderations-Job für die Sendung «Menschen 2009» frei.

Und er wurde Thomas Gottschalk übergeben.

Gottschalk führte erstaunlich ruhig, gelassen und sachlich durch die Sendung. Er hetzte nicht so durch die Themen, wie dies sein Vorgänger immer getan. Er setzte auch keine Fröhlichkeit auf, sondern war einfach sich selbst. Gottschalk war erstaunlich gut in der neuen Aufgabe und es war seit Jahren erstmals wieder ein Genuss, diese Sendung zu verfolgen. Nicht zuletzt auch, weil man endlich wieder Zeit für die einzelnen Themen hatte und der Sport keine zeitliche Übermacht hatte, wie dies sonst der Fall war.

Hoffentlich wird Thomas Gottschalk auch die künftigen «Menschen»-Sendungen moderieren.

5. Dezember 2009

Das ist unglaublich!

Am vergangenen Sonntag sagte das Schweizer Stimmvolk «Ja!» zu einem Minarett-Verbot. Und zwar mit 57%-Ja-Stimmen, was überall als «überraschend» und «sehr deutlich» kommentiert wurde. Sehr deutlich? «Sehr deutlich» wären 70% oder noch höhere Werte gewesen. 57% liegt dagegen nur gerade 7% über der Hälfte und man kann keineswegs von «sehr deutlich» sprechen.

Allerdings ist noch etwas anderes passiert. Etwas, was sonst wirklich sehr, sehr selten geschieht. Ausgerechnet wegen dieses Volksentscheides nimmt die Welt endlich mal Kenntnis davon, dass es die Schweiz auch noch gibt; ja, dass es in diesem Land nicht nur Banken, Schokolade und Berge gibt, sondern auch noch Politik! Wann berichtet die Weltpresse, die Europapresse denn schon mal über die Schweiz?

Eben!

Informationen erhält man immer aus Möglichst-weit-weg, aber aus der Schweiz?!

13. November 2009

Toluna? Nein danke!

Bei Online-Umfragen mitzumachen ist klasse. Man kann seine Meinung sagen und erhält verschiedenste Vergütungen: manchmal wird das Geld überwiesen, manchmal kann man sich Gutscheine «erkaufen».

Manchmal sieht ein Umfragepanel sehr seriös aus, ist dann aber sehr enttäuschend. So zum Beispiel TOLUNA (testandvote). Von dort kommen zwar viele E-Mails mit Einladungen zu Onlinebefragungen und man kann auch jede Punkte sammeln, aber wenn man dann endlich genug Punkte gesammelt hat, um zum Beispiel einen Amazon-Gutschein zu bestellen, wird man enttäuscht, beziehungsweise nicht beliefert. Ich zumindest warte mittlerweile seit Mai 2009 auf meinen angeforderten Gutschein. Und auf Anfragen diesbezüglich wird schon lange nicht mehr reagiert.

Also: Wer vorgehabt hat, sich bei Toluna anzumelden, soll es gleich vergessen. Vor Toluna wird gewarnt!

28. Oktober 2009

Coop Supercash = superkompliziert!

Coop hat es endlich eingesehen: Die Leute wollen die Superpunkte nicht für Prämien aus einem Katalog einsetzen und auch das Bezahlen im Warenhaus Coop City scheint nicht richtig zu funktionieren. Deshalb hat man nun beschlossen «Supercash» einzuführen, was bedeutet, dass man künftig auch im Supermarkt und bei Coop Bau & Hobby mit Superpunkten bezahlen kann.

Kann man wirklich?

Ja. Aber…

Aber nicht einfach so. Nicht alles. Coop legt von Woche zu Woche, welche Produkte man mit Superpunkten bezahlen kann und kommuniziert dies in teuren Inseraten und in der Coopzeitung.

Fazit: Man kann nicht einfach seinen Einkauf mit Superpunkten bezahlen. Es muss sehr kompliziert vor sich gehen.

Das ist überhaupt nicht kundenfreundlich.

Typisch Coop!

30. September 2009

SF Frechheit!

Heute Abend wurde auf drei Sendern dasselbe gefeiert: Udo Jürgens ist 75 Jahre alt geworden und das ZDF zeichnete vor ungefähr zwei Wochen eine Geburtstagsgala zu Ehren des Jubilaren auf, moderiert von Markus Lanz. Gesendet wurde heute Abend im ZDF, ORF 2 und SF 1.

Die erste Frechheit, die sich SF 1 heute zu dieser Sendung leistete: Beatrice Müller behauptete in der 19.30-Uhr«Tagesschau» in ihrem Programmhinweis auf die nachfolgenden Sendungen, die Geburtstagssendung käme heute live aus Hamburg. Eine Aufzeichnung kann nicht live sein!

Die zweite Frechheit, die sich das Schweizer Fernsehen mit der Sendung erlaubte: Sie war um ungefähr 30 Minuten kürzer als diejenige im ZDF – wohl nur zu dem einen Zweck, dass die Nachrichtensendung «10 vor 10» zu ebendieser Zeit beginnen konnte.

Das ist eine Frechheit gegenüber dem Publikum, des Jubilaren, den Teilnehmenden und den Produzierenden der Fernsehsendung gegenüber! Für wie blöd hält man die Fernsehzuschauer im Leutschenbach eigentlich? Müssen wir uns wirklich dermassen von SF DRS bevormunden lassen?

Fazit: ZDF-Sendungen künftig zwingend im ZDF ansehen, auch dann, wenn sie beim Schweizer Fernsehen ausgestrahlt werden.

18. Juli 2009

Kommentar zur «heute»-Familie aus dem neuen ZDF-Nachrichtenstudio

Lange schon war es bekannt: das ZDF baut auf dem Lerchenberg ein neues Nachrichtenstudio. Ein Nachrichtenstudio, dass ein sogenanntes «virtuelles» Studio ist, also die Dekoration im Raum lediglich aus einem Pult und einer grünen Wand besteht, ansonsten aber im Computer errechnet und mit dem Kamerabild verschmolzen wird.

Öfter wurde der Start des neuen Nachrichtenstudios verschieben.

Bis vor ungefähr zwei Wochen in Trailern bekanntgegeben wurde: am 17. Juli 2009 kommt die erste «heute»-Sendung aus dem neuen Studio. Und damit möglichst viele die Premiere mitverfolgen können, starte man «erst» mit der Hauptausgabe um 19 Uhr.

Mittlerweile sind «heute», «heute journal» und «heute nacht» ein erstes Mal im neuen Design gelaufen. Am auffallendsten ist dabei sicher, dass das neue Nachrichtenwohnzimmer viel heller wirkt. Die in letzter Zeit etwas dunkel wirkende Wand mit der blauen Weltkugel und orangen Farbtupfern ist einer seltsamen Farbe gewichen, die man nicht als grau, auch nicht als blau und ebenso nicht grün bezeichnen kann. Vielleicht ist es eisblau? Im ersten Moment wirkt die Farbe unsympathisch, man gewöhnt sich aber schnell daran. Ebenfalls fällt auf, dass alle Sendungen keine Vorspänne mehr haben – ein sehr grosser Fehler! Bei «heute» und «heute nacht» wird gleich nach der Uhr ins Studio geschaltet, die Sendungs-Namen werden zu klein neben dem Moderator gezeigt und eine Stimme kündigt (z.B. um 19 Uhr) an: «Die Nachrichten des Tages - “heute” mit [Name Moderator]!» Und: die Nachrichtensendungen haben eine neue Grundschrift erhalten. «heute» wird zwar immer noch in der ZDF-Hausschrift geschrieben, die Zusätze wie «nacht» und «journal» sowie Schlagzeilen und Einblender werden in einer neuen, dünnen und selbst auf 32-Zoll-Breitbild-Fernsehern nur schwer lesbaren Schrift auf den Sender geschickt, die auch schon seit einiger Zeit auf den heute.de-Seiten im Internet Einzug gehalten hat. Das ZDF hat sich damit wirklich keinen Gefallen getan. Die Einblendungen von Namen und Funktionen werden nicht mehr in einem blauen Balken erstellt, der den gesamten unteren Bildrand ausfüllt, nein, sie verbrauchen nur noch so viel Platz wie nötig – und zwar in weisser Schrift auf orangem (Namen) und grauem (Funktionen) Hintergrund! Das ist noch schrecklicher als die Einblender bei den ZIB-Sendungen vom ORF. Hier wie dort werden diese animiert und in beiden Fällen wäre genau das nicht nötig. Nicht mehr als Logo, sondern in der neuen Grundschrift werden die Namen der jeweiligen Sendungen neben den Einblendern platziert. Obwohl im Logo das ZDF-Logo nicht mehr in voller Grösse links neben dem Wort «heute» platziert ist, sondern kleiner links oben, wird nicht einfach «heute» oder «heute journal» eingeblendet, sondern da steht jetzt «ZDF heute», «ZDF heute journal», «ZDF heute nacht». Heissen die Sendungen damit nun offiziell so? Unter «ZDF heute» versteht aber doch eher eine Programmansage- als eine Nachrichten-Sendung…

Nachdem man sich die schrecklichen Einblender beim ORF abgeguckt hat, suchte man beim Schweizer Fernsehen nach kopierfähigem Material und siehe da, man würde fündig: Im Newsroom von SF, in dem die «Tagesschau» produziert wird, steht ein zu langer Tisch mit einer Holzplatte, hinter dem sich die Moderatoren zum Sprechen aufstellen. Im neuen Nachrichtenstudio des ZDF steht ein noch grösserer, designter, klobiger Holztisch, in dem sich manche Funktionen für die Moderatoren verstecken. Schön ist das Möbel beileibe nicht, man hätte sich hier vielleicht bei «RTL Aktuell» umschauen sollen…

Die Grafiken erschienen im alten Design moderner – und lesbarer!

Fakt ist: es hat sich bei den ZDF-Nachrichtensendungen einiges getan. Der Anfang ist gemacht, man kann aber sicher noch einiges überdenken. So zum Beispiel, ob man tatsächlich bei jeder Filmeinspielung kameramässig am Moderator vorbeizoomen muss. Ob es tatsächlich dermassen viel Orange braucht (das ZDF-Logo links oben, die erwähnten Einblender nebst den Mikrophonen, mit denen Reporter in den Filmbeiträgen hantieren, und den breiteren Strich in der Deko). Die Einblender und das Fehlen von Vorspännen sowie die etwas sehr verspielte Uhr zu Beginn der Sendungen und vor allem die schlechte Schrift sollten noch einmal unter die Lupe genommen werden. Und vielleicht könnte man den jeweiligen Sendungen wieder eigene Farben verpassen. Bei «heute nacht» müsste es ja zum Beispiel nicht ganz so hell sein. Nachtblau würde ganz gut passen.

Bisher konnte man sich auf das neue Nachrichtenstudio freuen, ab sofort freut man sich auf die kommenden Anpassungen und Veränderungen im ZDF-Nachrichtenerscheinungsbild.

8. Juli 2009

Abschiedsfeier auf SF info

Gestern Abend, 7. Juli 2009, übertrug das Schweizer Fernsehen auf SF info live die Abschiedsfeier für Michael Jackson aus Los Angeles. Im Grunde genommen eine gute Idee. Leider aber schlecht besetzt. Dass Röbi Koller den Ablauf der Sendung nicht kannte kann man ihm nicht vorwerfen, da dies niemandem bekannt war. Dass er sich aber fortwährend darüber wunderte, dass Stars wie Mariah Carey und Lionel Richie nicht ihre grossen Songs sangen kann man ihm nicht verzeihen. Auch nicht, dass er partout nicht mehr merken wollte, dass es sich nicht um eine grosse Spektakel-Show, sondern wirklich um eine Abschiedsveranstaltung für einen Toten handelte. Und vor allem kann man Röbi Koller nicht verzeihen, dass er, kaum hatte jemand fertig gesprochen, umgehend zusammenfassen und kommentieren musste, was gerade eben passiert und gesagt wurde, ohne auch nur eine Sekunde der Andacht oder Bedenkzeit verstreichen zu lassen! Man muss wirklich nicht alles kommentieren, Herr Koller! Vor allem nicht bei einer Abschiedsfeier für einen Toten. Ich war nahe dran, im Fernsehzentrum anzurufen und zu bitten, man solle Herrn Koller das Mikro abschalten. Leider kann man beim Zweikanalton nur zwischen Originalton und Übersetzung wählen, nicht aber zwischen «Mit Kommentar» und «Ohne Kommentar». Diese Funktion sollte dringend eingeführt werden!

Am schlimmsten war aber der Moment, nachdem die Gruppe im Staples Center das Lied «We Are The World» gesungen hatte. Tatsächlich konnte man hier den Eindruck haben, die Veranstaltung sei zu Ende. Aber musste man da wirklich dermassen schnell wegschalten? Musste man wirklich so unprofessionell sein, und nicht auf einen Abspann warten? Hätte man sich nicht denken können, dass noch etwas nachfolgt, solange sich der Sarg noch in der Halle befand, die Familie Jackson noch nichts gesagt hatte?! Anscheinend hatte man zu einem Gespräch zum Korrespondenten geschaltet, der vor dem Staples Center stand, ich weiss es nicht genau. Denn ich war geistesgegenwärtig genug, dass ich umgehend zu ORF 1 schaltete, wo man darauf achtete, dass man auch wirklich alles übertrug und den Schluss nicht verpasste. Und siehe da: man durfte zusehen, wie der Sarg weggebracht wurde und wie sich Familienmitglieder noch an die Öffentlichkeit wandten. Und dann kam – wie vermutet – das Zeichen, das für alle bedeutete: es ist nun zu Ende. Das Copyright-Zeichen, die Jahreszahl und der Rechteinhaber.

Warum nur hat das Fernsehen nie Zeit? Nie Zeit, ein paar Momente mit starren, ruhigen Bildern, ohne Ton. Warum kann man beim Fernsehen nicht einfach mal warten? Warum nur hatte es Röbi Koller mit seinem Blabla dermassen eilig? Wurde er nach Anzahl Worten bezahlt?

Lernt man beim Schweizer Fernsehen aus dieser Misere und lässt eine nächste derartige Sendung einfach laufen – ohne Hektik, ohne Moderation, ohne Kommentator, ohne Korrespondeten?

Wohl kaum. Leider!

Hallo Marlon Jackson…

Hallo Marlon Jackson

Vor ungefähr 27 Jahren habe ich Deinen Bruder Michael zum ersten Mal wahrgenommen. Seither hat er mich immer wieder überrascht, erstaunt, geschockt, fasziniert, erfreut und auch genervt. Und nun hat er uns alle verlassen.

Ein richtiger Fan war ich nie, ich konnte ihm aber auch nicht ausweichen: Entweder er hatte mal wieder musikalisch etwas zu bieten, trat irgendwo im Fernsehen auf, die Medienschaffenden meinten, etwas Kurioses über ihn berichten zu müssen oder es gab anderweitige Schlagzeilen. Ich hatte zwar die ganze Zeit gewusst, dass Michael auch Geschwister hatte und hatte auch schon von LaToya, Janet und Jermaine gehört.

Deinen Namen kannte ich aber nicht.

Als Michael starb, nahm ich dies zur Kenntnis, dachte aber, dass mich dies nicht weiter interessieren oder bewegen würde. Bald schon aber merkte ich, dass dem nicht so war. Das ist wohl so, weil Michael in den letzten knapp drei Jahrzehnten immer wieder irgendwie präsent war. Auf eine gewisse Art gehörte er einfach dazu. Zudem sind wir altersmässig nicht allzu weit entfernt, und es fühlt sich sehr seltsam an, einen praktisch Gleichaltrigen sterben zu sehen. Ich begann also, mich für die Berichterstattung rund um Michael’s Tod zu interessieren. Zudem suchte ich im Internet nach Informationen über Michael’s Geschwister und fand dabei Namen, die ich noch nicht kannte: zum Beispiel Reggie und Marlon.

Und dabei erfuhr ich, dass Du, Marlon, einen Zwillingsbruder hattest, der kurz nach der Geburt gestorben ist.

Gestern habe ich am Fernsehen die bewegende Abschiedsfeier für Deinen Bruder Michael mitverfolgt, und ich möchte mich als erstes bei Dir und Deinen Geschwistern dafür bedanken, dass es für uns Aussenstehende (Fans und Nichtfans) möglich gemacht wurde, auf diese Art und Weise von Michael Abschied zu nehmen. So habe ich denn auch Dir zugehört, als Du am Ende der Veranstaltung erzähltest, wie Du einst in einem Plattengeschäft einem alten Mann begegnet bist, der eifrig CD’s einkaufte und den Du als Deinen verkleideten Bruder Michael erkanntest, weil er sich mit seinem Gang und den Schuhen, die er immer trug, verraten hatte. Und ich habe auch gehört, wie Du nun den toten Michael gebeten hast, er möge Deinen Zwillingsbruder in den Arm nehmen.

Das, Marlon, war für mich der bewegendste Augenblick der ganzen Veranstaltung. Obwohl ich Dich überhaupt nicht kenne und sonst nichts über Dich weiss, hatte ich in diseem Moment den Eindruck, als wäre Dein Schmerz mit dem Tod Michael’s verdoppelt worden: Bisher hast Du Dein ganzes Leben lang Deinen Zwilling Brandon vermisst und wohl auch um ihn getrauert, nun kommt auch noch der Schmerz um Michael dazu.

Du hast Michael gebeten, er solle Brandon von Dir umarmen. Du schickst Michael damit zu ihm, bist Dir sicher, dass Michael zu dem nie gekannten Bruder gehen wird. Das ist auch gut so, Michael hat dies bestimmt schon getan. Brandon war bisher alleine, vermisste sicher auch Dich und war immer bei Dir. Ich bin sicher, dass er nun zusammen mit Michael auf Dich aufpassen wird, dass sich die beiden Brüder im Himmel kennenlernen und künftig zusammen auf euch Jacksons runtergucken und bei euch sein werden.

Ich hoffe und wünsche Dir sehr, dass Du mit dem Verlust und der Trauer um Deine beiden Brüder klarkommst und Dir die Hoffnung, dass die beiden nun vereint sind, Kraft gibt.

Ich wünsche Dir, Deinen Geschwistern und allen Angehörigen viel Kraft und alles Gute für die Zukunft, die euch wohl leider durch die Medien noch schwerer gemacht wird.

2. Juli 2009

Michael Jackson, warum nicht…

Michael Jackson hat in seinem Testament verfügt, dass seine Mutter sich um seine drei Kinder kümmern soll. Es verwundert, dass er will, dass sie das Sorgerecht erhält, denn wo Mutter Jackson ist, da ist doch auch der von Michael so gehasste Vater, von dem wir alle wissen, dass er seine Kinder sehr geplagt hat.

Sollte es Mama Jackson nicht schaffen mit den drei Kindern, oder sollte sie sterben, soll das Sorgerecht an Diana Ross übergehen.

Warum Diana Ross?

Vater und Mutter Jackson hatten nicht nur Michael in die Welt gesetzt, es gibt da auch noch 8 Geschwister. Warum will er nicht, dass eines (oder mehrere) der Geschwister das Sorgerecht für die Kinder erhält? Und warum wird diese Frage von den Medien nicht aufgegriffen? Für alle war es anscheinend immer selbstverständlich: entweder Mutter Jackson muss ran oder Diana Ross.

Warum?

22. Mai 2009

Super RTL und RTL freitags nicht so super

Freitags bieten RTL und Super RTL wirklich ein gutes Programm. Beide um 20.15 Uhr. Bei RTL läuft «Wer wird Millionär» und bei Super RTL ein toller Zeichentrickfilm, nicht selten aus dem Disney. Was soll man also gucken? Warum können sich die beiden RTL-Sender nicht besser absprechen: Der Zeichentrickfilm beginnt erst, wenn Jauch’s Sendung fertig ist… Ist das wirklich zuviel verlangt?

18. Mai 2009

Eurovision Song Contest

Der Eurovision Song Contest 2009 ist vorbei und es hat einen rekordverdächtigen Sieger gegeben. Norwegen wurde als Favorit gehandelt und hat tatsächlich auch gewonnen. Nachdem nun jahrelang die Oststaaten gewonnen hatten und die westeuropäischen Länder weit hinter sich liessen, gewinnt nun ausgerechnet bei der Systemumstellung (nicht mehr nur Telefonvoting – jedes Land hat nun auch wieder eine Jury – die Stimmen des Publikums und der Jury werden zu je 50% angerechnet) wieder ein westeuropäisches Land. Warum? War tatsächlich der Song dermassen gut, dass er in jedem Teilnehmerland so gut ankam, dass er überall in die Wertung kam. meist in den obersten Rängen? Darüber kann man wohl streiten. War es vielleicht, weil der Sänger, Alexander Rybak, der mit 23 Jahren zwar nicht der jüngste aller Interpreten war, jedoch mit seinem Aussehen als solcher durchgehen konnte? Gewann Norwegen, weil man mit Alexander Rybak einen Sänger an den Start schickte, der zwar in Norwegen aufwuchs und lebt, aber in Weissrussland geboren wurde? Ist bei dem Voting und der Auswertung alles mit rechten Dingen zu und her gegangen?

Warum klangen die Lieder aus Malta und Bosnien-Herzogowina so, als hätte man sie schon früher gehört? Waren sie geklaut? Haben wir alle das Lied aus Malta schon mal in einem Film gehört? Tritt Malta immer wieder mit demselben Titel an? War der türkische Beitrag eine Neuauflage eines Songs von Tarkan? Hatte die Türkei nicht schon mal mit diesem Song teilgenommen?

Deutschland erhielt dieses Jahr ein Punkte mehr und landete auf dem 20. Platz, nachdem es 2008 nur für den letzten Platz gereicht hatte. Man versuchte, mit Dita von Teese eine Menge Erotik in die Show reinzubringen. War das der Fehler? Hat es geschadet, dass man versuchte, mit einer Auszieh-Show vom Lied abzulenken und damit Punkte zu holen? Wäre ein höher Platz dringewesen, hätte man einfach den Song gespielt und auf die Sex-Einlage, die dann doch keine rechte war, verzichtet?

Björn Ulvaeus und Benny Andersson, die mit ABBA 1974 den Grand Prix d’Eurovision de la Chanson (heute Eurovision Song Contest) gewonnen haben, weigern sich standhaft, noch einmal am Wettbewerb teilzunehmen. Vielleicht wäre es aber besser, wenn sie sich doch wieder einmal am Komponistenwettbewerb teilnehmen würden. Vielleicht könnte man durch ihre Teilnahme endlich mal allgemein wieder eine bessere Song-Qualität reinbringen.

Vielleicht sollte man den Eurovision Song Contest ausplitten. Anstatt für das gesamte Europa zwei Halbfinals und einen Final auszutragen, sollte der Wettbewerb auf einen West- und einen Ost-Contest aufgeteilt werden. Dann hätten wir im Westen Europas wieder «unseren» Eurovisions-Song und diejenigen im Osten den ihren. – Bei welchem Wettbewerb müsste dann eigentlich Israel mitsingen? Schliesslich war dieses Land schon dabei, bevor der Wettbewerb um all die Ostländer erweitert wurde…

16. Mai 2009

Eurovision Song Contest 2009

Was ist denn eigentlich los?

In der ersten Halbfinal-Sendung vom Dienstag war der Sänger der Lovebugs (Schweiz) kaum zu hören. Es war gut zu sehen, dass er sehr nervös war, aber auch, dass er kräftig sang. Gratiszeitungsjournalisten vermuteten, dass ihm die Stimme versagte. Am Donnerstag hatte der Sänger aus Lettland anscheinend das gleiche Problem: auch ihn hörte man – zumindest im Ausschnitt des Schnelldurchlaufs – nicht, seine Hintergrundsänger aber schon. Hat da etwa noch einer mit einer zu dünnen Stimme gesungen? Auch er machte optisch den Eindruck, als ob mit voller Kraft ins Mikrophon schreien würde. Vielleicht hatten beide Interpreten dasselbe Problem: ein nicht offenes Mikrophon. Oder dasselbe kaputte Mikrophon.

Warum eigentlich die Sender so lieblos mit der Veranstaltung um? Die ARD sendete die erste Halbfinalsendung bei PHOENIX, die zweite lief im NDR Fernsehen und der Final nun wird im Ersten übertragen. Das Schweizer Fernsehen (eines der dritten ARD-Programme) brachte den ersten Halbfinal, bei dem man selbst vertreten war, hielt es aber nicht für nötig, auch die zweite Sendung zu zeigen. Den Final darf man aber auch in der Schweiz sehen. Nicht so in Österreich, das am Wettbewerb gar nicht teilnimmt. ORF 1 stellt heute Samstagabend ab 20.15 Uhr zwar die Teilnehmer vor, aber um 21.05 Uhr, kurz nachdem die Finalsendung gestartet ist, klinkt sich der ORF aus, um den «Life Ball» zu übertragen. Zum Voting will man aber rechtzeitig wieder in Moskau zurück sein. Nach Mitternacht wird dann doch noch die ganze Sendung zu sehen sein. Die Halbfinals wurden ebenfalls zeitversetzt in den Nächten auf Mittwoch beziehungsweise Freitag ausgestrahlt.

Was ist eigentlich los?!

14. Mai 2009

Eurovision (Flop-)Song Contest

Vielleicht würden nicht mehr die immergleichen Länder beim Eurovision Song Contest ausscheiden oder verlieren, wenn Songs und Interpreten nicht schon lange vor der Austragung des Ereignisses bekannt werden. Und: Es sollte wohl nicht bekannt sein, für welche Länder die jeweiligen Interpreten starten. Man sollte also für die Songs, und nicht für die Länder abstimmen können. Damit würde die Länderwertung zwar erst nach der Abstimmung bekanntgegeben, aber vielleicht wäre es so demokratischer.

Schön wäre auch, wenn es sich wieder um einen Komponistenwettbewerb und nicht mehr um einen Sich-zur-Schau-stellen-Wettbewerb handeln würde. Die Sendeanstalten sollten allgemein wesentlich mehr auf die Qualität der Songs achten. Es ist nämlich beschämend und bedauerlich, dass immer alle Lieder das gleiche schreckliche Bummbumm und Gekreisch beinhalten und praktisch identisch klingen.

11. März 2009

ZDF sendet Krimi, aber keine Unterhaltung nach Amoklauf

Nach dem heutigen Amoklauf eines Jugendlichen in Baden-Württemberg, bei dem 15 Menschen ums Leben kamen, entschied der Intendant des ZDF, Markus Schächter, die für heute Abend geplante Unterhaltungssendung «Wie schlau ist Deutschland?» nicht zu senden und durch einen Film mit Senta Berger und Götz George zu ersetzen. Moderator Johannes B. Kerner begrüsste gemäss Pressemeldungen diesen Entscheid, da dieser Tag sich nicht für grosse Unterhaltung eigne.

Die für 18.00 Uhr angesetzte Folge der Krimiserie «SOKO Wismar» wurde allerdings nicht abgesetzt, sondern gesendet.

Es wäre wesentlich angebrachter, all die unnötigen Krimiserien und Kriminalfilme aus dem Programm zu nehmen, anstatt ausgerechnet einer Unterhaltungssendung!

Wann endlich denken Fernsehverantwortliche um?

29. Januar 2009

Alkohol auf der Strasse

Stichwort «Alkohol am Steuer»: Warum dürfen eigentlich ausgerechnet Tankstellen-Shops alkoholische Getränke verkaufen?

23. November 2008

“Brachliegende” Wiesen nicht überbauen

Seit einigen Jahrzehnten ist es beim Zürcher Stadtrat Mode, immer wieder Wiesen überbauen zu wollen. Wohnungen gibt es in der Stadt Zürich tatsächlich immer zuwenige. Und da scheint es doch nur praktisch, dass diese ach so nutzlosen Wiesen einfach so rumliegen. Die kann man dann masslos zubetonieren und Häuser draufstellen – wie dies zum Beispiel im Rütihof geschehen ist oder aktuell in Affoltern. Wiederum hat der Stadtrat eine Wiese gefunden, die derzeit so “nutzlos” in der Gegend rumliegt: Am 30. November soll das Stimmvolk bewilligen, dass die Kronenwiese in Unterstrass überbaut werden werden darf.

Bisher haben die Stimmberechtigten solchen Begehren immer grünes Licht gegeben. Eine Menge Grünfläche in der Stadt Zürich ist dadurch verloren gegangen. Wenn wir so weitermachen, haben wir in dieser Stadt bald keine Wiesen mehr. Und so unnütz sind diese Flächen doch gar nicht! Im Gegenteil: Im ansonsten dichten Häuser- und Betonmeer der Stadt sind sie eine richtige Wohltat.

Ich rufe daher die Stimmberechtigten der Stadt Zürich dazu auf, der Stadt Zürich einen neuen Auftrag zu erteilen: Man soll endlich aufhören, vorhandene Grünflächen zu überbauen. Dort, wo alte Gebäude ersetzt werden müssen, soll etwas höher gebaut und neue Grünflächen geschaffen werden. Es gibt in dieser Stadt viele Liegenschaften, die über kurz oder lang ersetzt werden müssen.

Stimmen Sie deshalb am 30. November für die neue Nutzung des Zollfreilagergebietes mit Ja, betreffend der Kronenwiese mit Nein, und verhindern Sie auch künftig die Vernichtung von Grünflächen.

Denn bedenken Sie: Noch sind es Wiesen, die “brach liegen” und überbaut werden sollen. Was geschieht, wenn diese nicht mehr vorhanden sind? Liegen dann unsere Wälder “brach”? Sollen wir dann diese abholzen, damit in Zürich neue Wohnungen gebaut werden können?!

27. Oktober 2008

Bayern: «ST» obligatorisch

In Bayern scheint es ein Obligatorium zu geben: Der Ministerpräsident muss zwingend ein «ST» im Namen haben: STrauss, STreibl, BeckSTein und jetzt Seehofer, der sein ST im Vornamen trägt: HorST. Nur wer ein ST is, is a a bayrischer Ministerpräsident…?

10. August 2008

Vorsicht: Paidmailer!

Wer sich bei Paidmailern anmeldet braucht nicht nur eine Menge Geduld, weil man für eine sehr grosse Anzahl Klicks nur sehr wenig Geld verdient, sondern auch einen absolut perfekten Virenschutz. Denn was auf den dort beworbenen Seiten so alles lauert, ist bedenklich: da werden Viren, Trojaner, Adware und dergleichen auf den Computer geschleudert, dass einem schlecht wird! Deshalb: Vorsicht vor Paidmailern, nicht nur, weil sie einem das Blaue vom Himmel runter versprechen und nichts davon einhalten!

27. Juli 2008

Stell dir vor... Christoph Blocher

Stell dir vor, Christoph Blocher sagt etwas und kein Mensch berichtet darüber.

4. April 2008

BaA!

Anfangs März wurde bekannt, dass die Gratiszeitung «heute» ab Juni den neuen Namen «Blick am Abend» bekommen wird. Es war eh verwunderlich, dass das Blatt nicht von Anfang so hiess, zumal ja offensichtlich war, dass man mit der Abendzeitung den «Blick» quersubventionieren wollte. Indirekt gibt man dies mit dem Namenswechsel jetzt auch zu. Es ist anzunehmen, dass sich das «neue» Blatt auch gestalterisch dem «Blick» annähern wird. «heute» war bisher vor allem an die Gruppe der 14- bis 34-Jährigen gerichtet; es ist zu hoffen, dass man künftig auch die Menschen ansprechen will, die 35 Jahre und älter sind. Das bedingt aber, dass man erwachsener wird: Man sollte die Leserschaft nicht mehr duzen, technische Sachen wie zum Beispiel das iPhone von Apple sollten nicht mehr ganz so im Vordergrund stehen und als «wichtig» bezeichnet werden wie bisher. Und auch Blabla-Kolumnen wie diejenige von einer gewissen «Zora Off» fallen hoffentlich weg.

Alles in allem ist zu hoffen, dass der «Blick am Abend» nicht zum Ausruf seines vermeintlichen Kürzels Anlass gibt: «BaA!»

28. März 2008

«Tagesschau» mit Coop übernimmt Carrefour

Gestern, 27. März 2008, gab die Wettbewerbskommission (WEKO) bekannt, dass Coop die 12 Läden von Carrefour übernehmen darf. Auch die «Tagesschau» des Deutschschweizer Fernsehens (SF) berichtete in der 13-Uhr-Ausgabe darüber. Man hatte dabei gerade mal Zeit, die eigentliche Nachricht weiterzugeben, mitzuteilen, dass die WEKO auch verschiedene gravierende Auflagen ausgesprochen hatte, einen Sprecher der WEKO kurz erklären zu lassen, weshalb man die Auflagen gemacht habe, und zu erwähnen, dass Coop zwar keinerlei Verständnis für die Auflagen aufbringen könne, diese aber dennoch nicht anfechten werden. Man hatte jedoch keine Zeit, zu erwähnen, um was für Auflagen es sich genauer handelt.



Eine Menge Zeit hatte man in derselben Sendung aber dafür, die Schlagzeilen von «Tages-Anzeiger», «News», «Blick» und anderen Zeitungen zum Fussballspiel Schweiz - Deutschland vom Vorabend, das mit 0:4 geendet hatte, vorzulesen und zu zeigen. Ebenfalls viel Zeit konnte man dafür aufbringen, was die britischen Zeitungen zum Staatsbesuch des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy und insbesondere seiner Ehefrau Carla Bruni und deren Auftritt (Kleid, Fusstellungen) zu berichten hatten. Und dann musste man unbedingt auch ausführlich darüber berichten, wie in Indien ein zweijähriges Mädchen, das beim Spielen in einen tiefen Brunnenschacht gefallen war, über Stunden hinweg gerettet wurde.



Fazit: Normalerweise fällt die 13-Uhr-Ausgabe der «Tagesschau», immer sehr wirtschaftslastig aus. In der Ausgabe vom 27. März 2008 hatte man für die Nachricht WEKO/Coop/Carrefour allerdings kaum Zeit, für Boulevardthemen jedoch jede Menge davon.



Es mag ja sein, dass Boulevardthemen auch sehr gefragt sind. Und es ist mehr oder weniger verständlich, dass die «Tagesschau»-Redaktion auch solche Themen behandeln will. Aber kann man dafür bitte eine eigene Sendung zusammenstellen? Eine Sendung, aus deren Titel klar hervorgeht, dass es sich um Boulevard-Nachrichten geht? ich schlage vor, man nenne diese Sendung «Boulevard-Tagesschau».

27. März 2008

Coop darf Carrefour-Läden übernehmen

Als die WEKO entscnied, dass die Migros 70 Prozent von Denner übernehmen darf, liess Coop verlauten, der Entscheid sei richtig und man freue sich darüber. Wahrscheinlich freute man sich allerdings nicht darüber, dass Denner in Migros-Besitz überging und damit in Schweizer Händen blieb, sondern über die Auflagen, die die WEKO der Migros machte: unter anderem nämlich darf die Migros während sieben Jahren keinen anderen Lebensmittel-Detailhändler übernehmen. Nun hat die WEKO ihren Entscheid vom 17. März 2008 bekanntgegeben: Coop darf die 12 Megastores von Carrefour übernehmen - allerdings unter ähnlichen Auflagen wie bei Migross/Denner. Unter anderem darf der Basler Detaislhandelsriese während der nächsten sechs Jahre keine Lebensmittel-Detailhändler übernehmen. Und siehe da: Die Auflagen werden von Coop zwar nicht angefochten, es wird aber ganz und gar kein Verständnis dafür aufgebracht.

Das ist ja auch kein Wunder. Während der letzten Jahre hat die WEKO sämtliche Übernahmegelüste von Coop einfach durchgewunken - zuletzt bei der Dipl. Fust AG, bei welcher von der WEKO lediglich Pdeudo-Auflagen gemacht wurden. Nun bekommt Coop erstmals einschneidende Auflagen präsentiert, was man in Basel ganz und gar nicht gewöhnt ist. Nun endlich werden die Marktbeherrschungsgelüste von Coop gebremst - lange genug hat es gedauert!

11. März 2008

TeleTop statt TeleZüri

Letzte Woche wurde bekannt, dass der Zürcher Regierungsrat bei der neuen Konzessionsvergabe nicht TeleZüri, sondern den Regionalsender TeleTop favorisiert. In der Bevölkerung war man bestürzt, noch mehr selbstverständlich in den Räumen von TeleZüri: Wie kann der Regierungsrat wagen, dem hochheiligen, alteingesessenen TeleZüri an den Karren zu fahren?!

TeleZüri ist der meistgesehene Lokalsender in Zürich. Logisch, denn es gibt keinen anderen. Man sagt, die Zürcher wollen keinen anderen Sender als TeleZüri.

Wirklich?

Mag sein. Sie kennen ja nichts anderes. Über das Kabelfernsehen der Cablecom wird in der Stadt Zürich ausschliesslich TeleZüri verbreitet. Vor ein paar Jahren wurde auch noch der kleine Sender ZüriPlus aus Dietlikon eingespeist, der mit seinem (damaligen) Programm nicht relevant war und demzufolge relativ unbeachtet blieb - auch als die Cablecom ZüriPlus wieder aus dem Netz nahm.

Seit seinem Sendebeginn hat sich TeleZüri kaum verändert. Der Besitzer hat gewechselt: von Gründer Roger Schawinski ging der Sender an die Tamedia über, was den einzigen Logowechsel innerhalb der bisherigen Sendejahren mit sich brachte. Wurde ursprünglich um 19.00 Uhr eine Stunde lang aktuell gesendet, beginnt die aktuelle Sendung mittlerweile um 18.00 Uhr. Es gibt keinen Sendeschluss um Mitternacht oder 01.00 Uhr mehr; es wird im 24-Stunden-Betrieb gesendet. Noch immer produziert TeleZüri täglich eine Stunde selbst: Nachrichten, Wetter, Talk. Das Nachrichtenstudio erinnert stark an das alte Studio der «Tagesschau» von SF DRS - es ist genauso dunkelblau und mittlerweile überhaupt nicht mehr zeitgemäss. Die Sendungen «TalkTäglich» und «SonnTalk» werden seit etlichen Jahren von denselben beiden Gesichtern beherrscht: Markus Gilli und Hugo Bigi.

Mann, wie langweilig!

TeleZüri trat ursprünglich gegen das Monopol der SRG an. Man wollte anderes Fernsehen machen, sich von SF DRS abheben. Es war tatsächlich etwas neues, schon, weil die Nachrichten im Dialekt vorgetragen wurden und weil sich dieser Sender mehr um die Lokalaktualitäten kümmern konnte, als dies beim grossen SF DRS möglich war und heute auch noch ist. Trotzdem war der Sender von Anfang nichts Besonderes, weil es immer denselben Trott bietet. TeleZüri ist zum Riesen unter den Regionalsendern geworden - und bei seiner Entwicklung ganz am Anfang stehengeblieben.

Der Regierungsrat tut gut daran, einen anderen Sender zu favorisieren. Es kann nicht schaden, wenn künftig auf dem Zürcher Kabelnetz zwei Regionalsender über das Geschehen berichten. Der Bevölkerung tut es gut, weil sie dann sieht, dass es auch etwas anderes gibt als das immer gleiche TeleZüri. Beiden Sendern wird es gut tun, weil sie sich weiterentwickeln müssen, um die Gunst der Fernsehzuschauer zu erlangen.

Letztendlich wird das BAKOM entscheiden, welchem Sender es eine Konzession erteilt. Hoffentlich kommt es der Empfehlung des Zürcher Regierungsrates, TeleTop eine Konzession für Zürich zu erteilen, nach.

5. März 2008

Das beste Foto von David Beckham


Es gibt tausende Fotos von David Beckham. Die meisten beweisen, dass es sehr schwer ist, diesen Mann ins rechte Licht zu rücken. Er sieht selten wirklich gut aus auf Fotos. Das beste Foto ist ausgerechnet eines, das ihn in Unterhosen zeigt.

3. März 2008

Steueraffäre, Massenmedien und Liechtenstein

Es ist überaus beschämend, dass es eine Steuerhinterziehungsaffäre, in der Liechtenstein eine Rolle spielt, braucht, damit die Massenmedien Kenntnis davon nehmen, dass es das Fürstentum überhaupt gibt.

Es ist äusserst beschämend, dass es dieselbe Steuerhinterziehungsaffäre benötigt, damit Thomas Gottschalk in der Sendung «Wetten, dass..?» auch endlich seine Zuschauer im Fürstentum Liechtenstein begrüsst - wie dies am vergangenen Samstag endlich geschehen ist.

29. Februar 2008

Hape Kerkeling als Nachfolger von Thomas Gottschalk

Verschiedene Quellen berichten heute, das ZDF wünsche sich Hape Kerkeling im eigenen Programm. Es heisst, dass er ab dem Jahre 2010 die Samstagabendsendung «Wetten, dass...?» von thomas Gottschalk übernehmen soll.

Es verwundert nicht, dass solche Gerüchte ausgerechnet in diesen Tagen die Runde machen, zumal morgen Abend, also am 1. März 2008, eine weitere Ausgabe von «Wetten, dass...?» über die Sender des ZDF geht. Und nachdem die Sendung immer häufiger in der Kritik steht und auch Zuschauer verliert, ist es nicht verwunderlich, dass es Leute gibt, die nach einem Nachfolger für Gottschalk Ausschau halten. Nur: Wird die Sendung besser, wenn sie von einem anderen Menschen präsentiert wird? Wohl kaum! Die Wetten werden dadurch nicht origineller, die Prominenten werden dadurch nicht weniger Werbung für ihre Bücher, CD's und Filme machen und die Wetteinsätze der Promis werden dadurch auch nicht anspruchsvoller. Denn es ist nicht der Moderator, der die Gäste einlädt und die Wetten aussucht, sondern die Redaktion. «Wetten, dass...?» war und ist eine gute Idee, die aber mittlerweile mehr als verbraucht ist. Die Redaktion kriegt es hin, pro Staffel eine oder vielleicht zwei wirklich gute Sendungen zu produzieren, der Rest ist solala. Daran würde auch ein neuer Moderator - ob dieser nun Hape Kerkeling heisst oder einen anderen Namen trägt - nichts ändern.

Thomas Gottschalk hat vor einigen Wochen (laut Meldungen im Internet) gesagt, er wolle die Sendung mit ins Grab nehmen. Das heisst doch, er will sie moderieren, bis er stirbt. Und dann soll sie abgesetzt werden. Demnach muss man auch keinen Nachfolger suchen. Aber mal dran denken, die Redaktion auszuwechseln und vielleicht das Konzept zu ändern (wie wäre «Wetten, dass...?» ohne prominente Wettpaten?) ist dringend nötig.

Das ZDF kann weiterhin hoffen, dass Hape Kerkeling künftig in seinen Programmen zu sehen ist. Ob er zum ZDF passt ist allerdings eine andere Frage. Ob ihn das ZDF-Publikum will, auch. Zu «Wetten, dass...?» allerdings passt er gar nicht. Um Thomas Gottschalk zu ersetzen, braucht es dann doch etwas mehr. Und vor allem keinen Komiker.

Falls man doch mal einen Nachfolger für Thomas Gottschalk bei «Wetten, dass...?» suchen müsste, sollte man unbedingt Thomas Ohrner in Betracht ziehen. Der wäre für diese Sendung wirklich geeignet.

11. Februar 2008

Deutschland sucht und findet nicht

Seit einer Weile sucht Deutschland via RTL einen Superstar. Das geht jetzt schon seit ein paar Jahren so. In diesen Wochen ist nun die fünfte Staffel dieser Sendereihe aktuell. Was beweist, dass man den Superstar bereits viermal nicht gefunden hat. Oder? Vielleicht sollte man sich bei der Suche einfach mal ein bisschen mehr anstrengen. Und möglicherweise sollte man, nachdem es ja nun viermal nicht geklappt hat, einfach mal die Jury auswechseln. Dann könnte Dieter Bohlen mal wieder etwas anderes machen als seine blöden Sprüche rauslassen. Zum Beispiel ein Buch schreiben. Noch eins? Nein, das wollen wir dann doch auch nicht. Oder er könnte noch öfter bei Johannes B. Kerner auftreten. Dann bekäme er dort nicht nur Tantiemen für die von ihm komponierte Erkennungsmelodie, sondern auch gleich noch Gage für den Auftritt.

Zurück zum gesuchten Superstar: Vielleicht sollte man das doch mal den Rudi Cerne mit seiner Sendung «Aktenzeichen XY ...ungelöst» machen lassen. Vielleicht hätte die Sucherei dann endlich ein Ende und der Superstar wäre gefunden.

Und RTL könnte aufhören, diese absolut unnötigen, nervigen Trailer für die Sendung «Deutschland sucht den Superstar» zu senden.

9. Februar 2008

Deutsche Filmproduktionen: Schreien immer inklusive

Gestern Freitag wurde die Aufzeichnung der Verleihung der «Goldenen Kamera» im ZDF ausgestrahlt. Die Sendung mit Thomas Gottschalk war nicht schlecht; die Verleihung des HÖRZU-Preises verlief zügig und war kaum langweilig.

Bei den Filmausschnitten wurde aber einmal mehr deutlich: In deutschen Filmen schreien sich die Leute an. Anscheinend geht es nicht ohne. Und Werbung für einen Film kommt auch nicht ohne Schreiszenen aus. Das hat auch die Vorstellung von Til Schweigers Film «Keinohrhasen» in der Sendung «Wetten, dass...?» vom Dezember 2007 gezeigt. Keine Szene in der Vorschau, in der nicht geschrien wird.

Warum muss in den deutschen Filmen dauernd geschrien werden? Interessiert so ein Film das Publikum wirklich? Ist Schreien in Filmtrailern werbewirksam? Würden mehr Leute in den Film gehen, wenn die Filme mit weniger Schrei-Szenen beworben würden? Gehen die Leute ins Kino, weil sie wissen, dass in dem Film, der da geboten wird, rumgeschrien wird?

Und warum ist in deutschen Film- und Fernsehproduktionen die Hintergrundmusik konsequent zu laut? Warum soll man das Genuschele der Schauspieler nicht verstehen? Schliesslich ist dies wegen der zu lauten Hintergrundmusik - die zu oft eigentlich Vordergrundmusik genannt werden müsste - nicht möglich.

Deutsche Filmproduktionen - ausgezeichnet wegen Schrei-Szenen und zu lauter Hintergrundmusik?

22. Januar 2008

Die neue Mode der Fernsehsender

Das ist ja nicht neu: Wenn eine neue Serie auf den Bildschirm kommt, wird sie vorher wochenlang intensiv beworben - mit Trailern, mittels Auftritten der Darstellern in Talksendungen und Unterhaltungsshows, und mit Anzeigen in Programmzeitschriften.

Das hingegen ist neu: Wenn eine Serie nicht von vornherein Traumquoten erreicht, wird sie umgehend abgesetzt. Das jüngste Beispiel liefert RTL. Am vergangenen Donnerstag lief die erste Folge der lang und intensiv beworbenen Serie «Die Anwälte». Die Einschaltquoten waren aber dermassen schlecht, dass man sich nun entschloss, die weiteren Folgen gar nicht erst zu senden und den Sendeplatz mit einer anderen, bereits erfolgreichen Serie zu bestücken. Anscheinend vergissdt man bei RTL, dass es auch noch andere Fernsehprogramme gibt. An dem besagten Donnerstagabend sendete SAT.1 einen Film, der nun mal um einiges mehr Zuschauer fand als die eigene Serie. Na und? Vielleicht hätten eine Woche später mehr Menschen den Wunsch gehabt, sich von den «Anwälten» auf RTL unterhalten zu lassen. Möglicherweise, weil Freunde und Bekannte geraten hätten: «Schau dir das mal an, das ist offenbar eine gute Serie.» Aber dazu kann es nun nicht mehr kommen. RTL ist nicht der erste Sender, der sich so verhält, und «Die Anwälte» wird nicht die letzte Serie sein, die so schnell wieder verschwindet.

Die Sender schneiden sich mit diesem Verhalten aber ins eigene Fleisch: Warum soll man sich die erste Folge einer neuen Serie überhaupt ansehen, wenn man damit rechnen muss, dass diese mangels genügender Einschaltquoten nicht fortgesetzt wird? Die Sender sollten mehr Geduld haben. Die meisten Serien und Unterhaltungsshows entwickeln mit der Zeit einen höheren Bekanntheitsgrad und damit höhere Einschaltquoten. Bisher war das so. In Zukunft allerdings anscheinend nicht mehr, weil die Verantwortlichen durch das ständige Absetzen den Zuschauern gar keine Möglichkeit mehr geben, sich mit einer Serie und deren Figuren auseinanderzusetzen.

22. Dezember 2007

Schleichwerbung und die Moderatoren

Nach dem Rausschmiss der beliebten Moderatorin Andrea Kiewel beim ZDF und beim MDR sollten sich alle anderen Moderatoren - ob nun bei öffentlich-rechtlichen oder privaten Sendern - genau überlegen, ob sie Werbeverträge unterzeichnen oder nicht. Anscheinend wird jetzt nämlich (endlich) von Seiten der Sender härter durchgegriffen - und nicht mehr nur bei Dopingfällen beim Radsport!

21. Dezember 2007

Andrea Kiewel ist weg vom Fernsehfenster

Anfang dieses Jahres war die beliebte Moderatorin Andrea Kiewel zu Gast in der Sendung «Johannes B. Kerner», in der es ums Abnehmen ging. Kiewel sprach darüber, dass sie mit den Weight Watchers abgenommen habe und äusserte sich so positiv darüber, dass Kerner nachfragte, ob sie einen Werbevertrag mit Weight Watchers habe. Andrea Kiewel verneinte.

In dieser Woche nun aber kam eine andere Wahrheit ans Licht: Kurz vor er erwähnten JBK-Sendung hatte die Moderatorin vom «ZDF-Fernsehgarten» doch einen Vertrag mit Weight Watchers unterschrieben. Andrea Kiewel hat die Lüge mittlerweile auch zugegeben.

Das ZDF und auch der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR), bei dem Kiewel seit einigen Monaten die Talkshow «Riverboat» mitmoderierte, haben die Zusammenarbeit mit Andrea Kiewel per sofort aufgelöst. Für beide öffentlich-rechtlichen Sender ist erwiesen, dass Andrea Kiewel in der JBK-Sendung und auch in zwei anderen ZDF-Sendungen Schleichwerbung betrieben hat, indem sie die Weight Watchers hervorgehoben hat - und dies mit einem Werbevertrag in der Tasche.

Andrea Kiewel ist eine sehr beliebte Moderatorin. Es muss den Verantwortlichen sehr schwergefallen sein, sie aus den Moderationsdiensten zu entlassen. Aber sie hatten schlussendlich keine andere Wahl. Es ist allen Moderierenden bei den öffentlich-rechtlichen Sendern strengstens untersagt, Schleichwerbung zu betreiben. Würde man dies bei einer so beliebten Moderatorin wie Andrea Kiewel tolerieren, bei jemandem weniger beliebten aber nicht, wäre dies eine ungerechte Behandlung.

Beim ZDF liegen derzeit noch sechs fertig vorproduzierte Unterhaltungssendungen vor, die bis Ende Februar zur Erstausstrahlung gelangen. Diese Sendungen wurden geprüft und wurden nicht beanstandet. Die erwähnte «Johannes B. Kerner»-Sendung sowie eine Folge von «Lafer! Lichter! Lecker!» und «Volle Kanne», in denen Kiewel ebenfalls über Weight Watchers gesprochen hatte, werden künftig jedoch nicht wieder im Fernsehen zu sein. Beim MDR gibt es noch eine vorproduzierte Folge von «Riverboat», die demnächst gesendet werden. Für die Moderation für den «ZDF-Fernsehgarten» und «Riverboat» werden nun Nachfolgerinnen gesucht.

20. Dezember 2007

Weihnachtsbeleuchtung - gelb und weiss

Alle Jahre wieder ist Weihnachten. Und alle Jahre wieder kommt sie wieder: die Weihnachtsbeleuchtung. Mal recht üppig, mal schlicht. Mal sind es unbewegliche Lämpchen, dann wieder Symbole, die wie verrückt blinken und sich verändern, farblich als auch in der Form. Das passt dann eher zur Fasnacht, aber diejenigen Leute, die solche Sachen ins Fenster mögen das so - oder wissen nicht, dass man das nervöse Animationszeug auch verlangsamen und ganz abschalten kann.

In diesem Jahr ist nun etwas neues hinzugekommen. Es gibt jetzt nicht mehr nur gelbleuchtende Lämpchen, jetzt sind sie auch in weiss erhältlich. Auf den ersten Blick wirkt das furchtbar. So unpersönlich, so kalt, so grell - und das soll Weihnachten sein? Je nachdem können breite, weisse Lichtevorhänge, die dafür aber nicht allzu lang sind, von weitem den Eindruck machen, als seien sie nicht lesbare Firmenlogos - Leuchtwerbung sozusagen.

Und doch: Wenn man diese Lämpchen jeden Abend immer wieder sieht, gewöhnt man sich etwas dran. Schön sind sie noch immer nicht. Es ist immer noch unpersönlich, so grell und so kalt - kalt wie Eis. Und dann sieht man in der Nähe einen kleinen Lichterzweig und stellt fest: ein bisschen sieht es aus wie Eis. Leuchtendes Eis. Man weiss nicht, ob dieser Eindruck gewollt ist, aber zur derzeitigen Kälte passt es ja gut. Leuchtendes Eis - auch wenn es Kunststoff ist - sieht gut aus.

Und: Laut einem ZDF-Bericht sind diese neuen weissen Lichter wesentlich weniger nach Strom hungrig als ihre gelben Pendants. Man wird sie in kommenden Jahren wohl öfter sehen...

17. Dezember 2007

Hauptsache «eine Frau»

Als sich damals Liliane Uchtenhagen als Bundesrätin zur Wahl stellte, war der Wunsch, endlich «eine Frau» in der Regierung zu haben, legitim. Die Enttäuschung war gross, als es die erste Kandidatin für dieses Amt nicht geschafft hatte. Später gab es wieder eine Kandidatur von «einer Frau», und diesmal klappte es auch. Die erste Frau war in den Bundesrat gewählt worden: Elisabeth Kopp. Die Freude war gross: endlich, endlich hatte es «eine Frau» geschafft! Seither gab es noch mehr Bundesratswahlen und immer kam auch die Forderung nach «einer Frau».

Am Mittwoch, 12. Dezember 2007, war wieder Bundesratswahl angesagt. An diesem Tag wurde der bisherige Bundesrat Christoph Blocher nicht wiedergewählt. Während der Live-Übertragung aus dem Bundeshaus interviewte die SF-Journalistin und «Rundschau»-Moderatorin Sonja Hasler die St. Galler SVP-Politikerin Jasmin Hutter und ging mit der Bemerkung auf diese zu, dass sie selbst sich sehr darüber freue, dass nun «eine Frau» gewählt worden sei und wollte diese Freude mit der Politikerin teilen, indem sie hoffte, einen ebensolchen überschwänglichen Freudenausruf zu hören zu bekommen - erhielt aber sogleich einen Dämpfer: Frau Hutter erwiderte mit Nachdruck, dass es ihr doch sowas von egal sei, ob nun Frau oder Mann gewählt sei, ihr sei es wichtig, dass diejenige Person gewählt werde, welche die richtige Politik mache - egal, ob dies nun Mann oder Frau sei.

Damit trifft sie genau den Punkt. Seit es die erste Frau in den Bundesrat geschafft hat, darf es nicht mehr als sensationell gelten, dass es nun wieder oder noch «eine Frau» geschafft hat. Vor vier Jahren wurde ebenfalls ein Bundesratsmitglied nicht wieder in die Regierung gewählt. Bei der Wahl davor, als ebendiese Person gewählt wurde, war das Hurrageschrei gross: «eine Frau, eine Frau»! Allerdings war man im Verlauf der Amtsperiode mit der Politik dieser Frau nicht zufrieden - vor allem Frauen waren enttäuscht - und man sprach nicht mehr von «einer Frau», sondern von Ruth Metzler.

Auch bei der aktuellen Wahl kam aus der Bevölkerung wieder die grosse Freude darüber, dass «eine Frau» gewählt wurde. Einfach «eine Frau».

Seit es Elisabeth Kopp in die Regierung geschafft hat, muss es selbstverständlich sein, dass sowohl Männer als auch Frauen in diesem Gremium Einsitz nehmen. Es wird künftig mal mehr Frauen, mal mehr Frauen geben, vielleicht wird der Bundesrat auch vollständig aus Frauen bestehen.

Immer muss es aber so sein, dass nicht einfach «eine Frau» oder «ein Mann» gewählt wird. Frauenrechtlerinnen müssen lernen, dass es nicht reicht, einfach «eine Frau» zu wählen - spätestens seit Ruth Metzler sollten sie gelernt haben, dass auch sie allen Kandidaten und Kandidatinnen gegenüber kritisch sein sollten. Auch «eine Frau» kann die falsche Politik machen. Sie sollten sich mit den verschiedenen Personen auseinandersetzen und auch mal zugeben können, dass es falsch ist, eine bestimmte Frau zu wählen, oder besser wäre, einen bestimmten Mann.

Die Bundesversammlung hat die Aufgabe, diejenigen Personen in den Bundesrat zu wählen, die für das Amt - also die gestellte Aufgabe - und die Schweiz geeignet sind. Nicht einfach «Frauen» und «Männer». Am 12. Dezember 2007 wurde deshalb nicht einfach «eine Frau» gewählt. Am Tage danach wurde auch nicht einfach «eine Frau» als Bundesrätin vereidigt.

Als Bundesrätin gewählt und vereidigt wurde Eveline Widmer-Schlumpf.

15. Dezember 2007

Öffentlicher Steh-Verkehr

Vielen Dank an die VBZ, dass sie es auch am Freitag- und Samstagabend nach wie vor nicht für nötig hält, auf der Linie 80 Gelenkbusse einzusetzen. Gerade die Strecke Bahnhof Oerlikon-Hönggerberg-Bahnhof Altstetten-Triemlispital ist wie geschaffen dafür, in einem total überfüllten Bus angenehm zu stehen!

Vielen Dank an all jene, die ihre vollen Rucksäcke nicht abnehmen und zwischen die Füsse stellen. So ist es noch um einiges angenehmer im Bus, weil man noch weniger Platz zum Durchkommen und einem ständig irgendein Rucksack an den Körper geknallt wird!

Ebenfalls vielen herzlichen Dank an all diejenigen, die sich weigern, von den Klappsitzen aufzustehen, obwohl der Bus brechend voll ist. Dadurch, dass diese Leute sitzenbleiben, geht auf der Plattform wertvoller Raum zum Stehen verloren. Ich wünsche all diesen Sitzenbleibern von ganzem Herzen, dass der Bus während der Fahrt einen abrupten Stopp reissen muss, so dass sämtliche Stehenden wie eine Lawine auf diese Klappsitz-Sitzenden fallen!

11. Dezember 2007

Europa in Nachrichtensendungen?

Wenn der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika das Maul aufmacht, wird in unseren Nachrichtensendungen darüber berichtet. Wenn im Irak ein Selbstmordattentat (oder was auch immer) verübt wird, werden darüber in der «Tagesschau» informiert. Die ZDF-Sendung «heute» sagt uns, was in Afghanistan so alles passiert. Und in Bali findet die Weltklimakonferenz statt. Und Herr Putin in Russland ist uns auch allen wohlbekannt.

Doch was wir von unseren direkten Nachbarländern? Hat die Niederlande keine Probleme? Finden in Dänemark keine Wahlen statt? Wenns hochkommt, wird aus Frankreich mal etwas berichtet, und auch über die verschiedenen Regierungskrisen in Italien. Was wissen wir sonst über das Geschehen in diesen Ländern? Wann haben wir zum letzten Mal etwas über die Geschehnisse in Schweden oder Norwegen vernommen? Wissen die Nachrichtenredaktionen bei ARD, ZDF und SF DRS, dass es in unserer unmittelbarer Nähe das Fürstentum Liechtenstein gibt? Warum wird in Deutschland so wenig über die Schweiz berichtet? Schliesslich kriegt man in der Schweiz (wenigstens) von Deutschland eine Menge zu sehen und zu hören.

Hallo liebe Nachrichtenredaktionen der europäischen öffentlich-rechtlichen als auch der privaten Fernsehanstalten: Wir sind hier in Europa! Wir wollen nicht nur Nachrichten aus unserem eigenen Land und aus Weitfortistan hören, sondern auch unser europäisches Nachbarumfeld besser kennenlernen! Bringt doch ab 2008 endlich mehr Infos aus Europa und weniger aus Übersee!

Gratiszeitungen im Rütihof

Warum gibt es eigentlich bei der Endhaltestelle «Rütihof» keine Boxen mit Gratiszeitungen? «20 Minuten», «heute», «.ch» und auch sonst keine «News» sind hier zu finden! Ich finde es wirklich schade, dass man dort von den Gratisblättern so vernachlässigt wird! Bitte sofort ändern!